Archiv für Libyen

Schau was die NATO aus Libyen gemacht hat

Ein junger Libyer hatte im Jahr 2000 Fotos in der Stadt Bengazi gemacht.
2018 fotografierte er sich an den gleichen Orten noch einmal….erstaunlich was die US-NATO aus dem einst so schönen Land gemacht hat. Das ist nur die Spitze des Eisberges.

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Muammar al-Ghaddafis „achtes Weltwunder“ – vom Westen verlacht und ruiniert

Am Ort eines Terroranschlags in der libyschen Stadt Bengasi (Archivbild)© AFP 2018 / Abdullah Doma

Im Westen gilt dieser Mann als Diktator, der sein eigenes Volk grausam unterdrückte. Aber es gibt auch viele Fakten, die quasi vom Gegenteil zeugen. In Wahrheit hat Muammar al-Gaddafi auch viele gute Dinge für Libyen getan. Aber die Umsetzung seiner Projekte wurde vom Westen behindert.

Das größte Bauprojekt der letzten Jahrzehnte wurde in keinem der Industrieländer entwickelt, sondern in Libyen – dem Land der so genannten „Dritten Welt“. Es geht dabei um einen „künstlichen Fluss“, der auch als „achtes Weltwunder “ bezeichnet wird. Mehr…….

Das Libyen der UNO und die harte Realität

Trotz des guten Willens einiger Teilnehmer hat die Pariser Konferenz für Libyen vor Ort nicht die erwünschten Erfolge gehabt. Für Thierry Meyssan lässt sich das durch die Doppelzüngigkeit der NATO und der Vereinten Nationen erklären, die behaupten, das Land stabilisieren zu wollen, obwohl ihre Aktionen dem Cebrowski-Plan der Zerstörung der staatlichen Strukturen entsprechen. Die Pariser Inszenierung war von einer tiefgreifenden Unkenntnis der Besonderheiten der libyschen Gesellschaft durchdrungen.
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Die letzte Pressekonferenz des Paris-Gipfels am 29. Mai. Von links nach rechts: Fayez Al-Sarradsch (Präsident der libyschen nationalen Unions-Regierung, von den Vereinten Nationen auserkoren), Emmanuel Macron (Präsident der französischen Republik), Ghassan Salamé (UN-Beamter). Diese drei Männer, die keine durch Wahlen bestätigte Legitimität in Libyen besitzen, hoffen die Zukunft des libyschen Volkes zu bestimmen.

Seit der Vernichtung der libyschen arabischen Dschamahirija im Jahr 2011 durch die NATO hat sich die Lage in Libyen sehr verschlechtert: Das BIP fiel auf die Hälfte und große Teile der Bevölkerung leben in Armut; es ist unmöglich, innerhalb des Landes zu reisen; überall herrscht Unsicherheit. In den vergangenen Jahren sind zwei Drittel der Bevölkerung ins Ausland geflohen, zumindest vorübergehend.

Nachdem die Rechtswidrigkeit der Intervention der NATO als Verlust abgeschrieben war, versucht die UNO nun das Land wieder zu stabilisieren.

Die Versuche der Befriedung

Die Vereinten Nationen sind präsent durch die MANUL (Mission der Unterstützung der Vereinten Nationen in Libyen), die ein rein politisches Organ ist. Der wahre Charakter dieser Behörde ist sofort nach ihrer Gründung in Erscheinung getreten. Ihr erster Direktor, Ian Martin (ehemaliger Direktor von Amnesty International), organisierte die Umsiedlung von 1500 Dschihadisten von Al-Kaida als “Flüchtlinge” (sic!) von Libyen in die Türkei, um die so genannte [FSA] “Freie syrische Armee“ zu bilden. Natürlich wird heute die MANUL von Ghassan…..

Libyen im Mai 2018 – Monatsrückblick

Bildergebnis für LibyenBild: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:TUBS

Die UN-Sondermission für Libyen berichtet für den Zeitraum vom 1. bis 30. April 2018 von vier Todesopfern und 27 Verletzten durch Kämpfe. Daneben zählt sie zehn Tote und elf Verwundete, verursucht durch Handlungen, bei denen die internationalen Menschenrechte verletzt wurden.
Die Dunkelziffer dürfte bedeutend höher liegen.

02.05. Der nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, sagte bei Fox News, er habe für die Verhandlungen mit Nordkorea über nukleare Abrüstung das „Libyen Model“ im Kopf.
Das ist kein Witz!

02.05. Auf das Hauptquartier der libyschen Wahlkommission in Tripolis wurde ein Angriff verübt. Dabei kamen 14 Menschen ums Leben. Drei Angreifer legten Feuer und lieferten sich mit den Sicherheitskräften einen Schusswechsel. Anschließend sprengten sich zwei der Dschihadisten in die Luft.
Die Großen Stämme weisen noch einmal darauf hin, dass sie weder radikale Islamisten unterstützen, noch die ‚Einheitsregierung‘ in Tripolis oder den CIA……

Schwere Kämpfe im Südwesten Libyens

Bildergebnis für Libyen
Libyen. In der umkämpften Stadt Sebha fehlt es an allem. Die Bevölkerung wurde zu Blutspenden aufgerufen.

Insgesamt sind bei den Kämpfen in der Stadt Sebha laut einem Bericht von AllAfrica.com1 18 Zivilisten ums Leben gekommen, 86 wurden verletzt.In Sebha fehlt es an Medikamenten und medizinischem Personal. Es wird dringend zu Blutspenden aufgerufen. Vor allem den Tibu wird der Zugang zum Medizinischen Zentrum, das an der Hauptstraße liegt, verwehrt.
Die Stadt leidet auch Mangel an Wasser, Nahrungsmittel und Kraftstoffen. Viele Schulen sind geschlossen.

Zwischen denAwlad-Suleiman-Einheiten (loyal zum Präsidialrat/Tripolis) und Tibu-Einheiten (loyal zur LNA/Bengasi)hatten sich die Kämpfe erneut intensiviert.

Am 14. Mai 2018 konnten am frühen Morgen in einem Überraschungsangriff die Tibu-Miliz das historische Kastell, in der bisher die 6. Brigade des Awlad-Suleiman-Stammes ihren Stützpunkt hatte, einnehmen. Von der Awlad-Suleiman-Miliz wurden bei dem missglückten Versuch, das…..

Saif al-Islam Gaddafi: Agenda für Libyen

saif4RCMLibya.wordpress veröffentlichte einen Artikel des Africa News Portal, der die wichtigsten Punkte des Wahlprogramms von Saif al-Islam Gaddafis wiedergibt.

Das Africa News Portal konnte die Kopie eines Dokuments einsehen, das die Zukunftsvisionen von Saif al-Islam Gaddafi hinsichtlich der Befreiung Libyens aufzeigt. Danach hängt die Macht des Staates nicht von dessen Möglichkeit ab, der Gesellschaft mit physischer Macht den Willen seiner Institutionen aufzuzwingen, sondern von seiner Fähigkeit, Prioritäten zu setzen und die in der Gesellschaft aktiven Kräfte zu koordinieren.

Der weniger dominante, dafür mehr dynamische und elastische Staat ist umso eher in der Lage, gesellschaftlich Ziele zu erreichen, je mehr er sich den Anforderungen regionaler und internationaler Veränderungen anpassen und auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen in einer Welt reagieren kann, in der ein außergewöhnlicher wissenschaftlicher und technischer Entwicklungsstand zu durchgreifenden Veränderungen sowohl bei den Aufgabenstellungen des Staates, als auch beim Einzelnen führt.

Es wird daher die Funktion des Staates sein, Wege und Mittel zu finden, die es ihm ermöglichen, seinen Aufgaben gerecht zu werden; dies betrifft die Durchführung echter Entwicklungsprojekte, die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Möglichkeiten, die Förderung des privaten Sektors und der persönlichen Initiativen…..

Libyen im März 2018 – Monatsrückblick

Libyen. Was geschah… eine unvollständige Auflistung
Bildergebnis für Libyen
© EDA

01.03. Die UN-Sondermission für Libyen dokumentierte für den Februar 13 Tote und 133 Verletzte durch Gewaltanwendung.
Die Dunkelziffer dürfte bedeutend höher liegen.

02.03. In Sebha (südwestliches Libyen) sind die schweren Kämpfe zwischen Tibu-Kämpfern (loyal zur LNA/Bengasi) und Awlad-Suleiman-Kämpfern (loyal zum Präsidialrat/Tripolis), die bereits Anfang Februar ausgebrochen sind, weiter in vollem Gang. Es gibt auch unter den Zivilisten Todesopfer; auch das Medizinische Zentrum von Sebha wurde beschossen.
Nachtrag 07.03.: In Sebha erfolgte ein Angriff auf das Hauptquartier einer sogenannten Märtyrer-Miliz (pro Präsidialrat in Tripolis). Viele Zivilisten sollen aus der Stadt geflohen sein.

02.03. Ein Vertrag zwischen dem chinesischen Staatsbetrieb Petro China und der libyschen National Oil Company (NOC) macht Petro China zu einem wichtigen Abnehmer libyschen Erdöls. Ähnliche Verträge unterzeichneten dieses Jahr……

Saif Gaddafi begrüßt Inhaftierung Sarkozys

Africanews berichtet, laut Saif Gaddafi gebe es Beweise und Zeugen für Sarkozys illegale Wahlkampffinanzierung 2007.

Saif al-Islam Gaddafi begrüße die Inhaftierung des ehemaligen französischen Präsidenten Nicholas Sarkozy und wiederhole sein Angebot, Beweise für Sarkozys illegale Wahlkampffinanzierung vorzulegen.

Saif al-Islam nahm damit Bezug auf die Beweise, die er 2011 Euronews in Tripolis vorgelegt hatte, und bedauerte, dass die französische Justiz sieben Jahre gebraucht habe, um tätig zu werden.

Es gebe mehrere Zeugen, die bereit seien, gegen Sarkozy auszusagen, darunter Abdullah Senussi, der frühere Chef des libyschen Geheimdienstes und Bashir Saleh Bashir, ehemals bei Libya Investment.

Laut Saif al-Islam verfüge Senussi über eine Aufzeichnung des ersten Treffens zwischen Gaddafi……

Schwere Anschuldigung gegen Regierungsstellen

Libyen. UN-Expertenkommission für Libyen: Die meisten libyschen Milizen, die am Menschenschmuggel beteiligt sind, gehören zu offiziellen staatlichen Institutionen .
 

Es ist vor allem die Special Deterrence Force SDF (ehemals Rada-Miliz, unter Führung von Abdel Rauf Kara) aus Tripolis im Visier der Kommission, gegen die auch beim Thema Menschenrechtsverletzungen schwere Anschuldigungen erhoben werden.[1] Die SDF ist berüchtigt für Entführungen und illegale Gefangennahmen, sowohl von Libyern als auch von Ausländern, und arbeitet mit terroristischen Organisationen zusammen. In ihrem ohne jede……

Libyen im Februar 2018 – Monatsrückblick

Februar 2018

01.02. Bei einem Gespräch mit dem italienischen Außenminister Alfano, der sich in seiner Funktion als Vorsitzender der OSZE in Moskau aufhält, machte der russische Außenminister Lawrow die Nato-Aggression für das herrschende Chaos in Libyen verantwortlich: „Seit Beginn der internationalen Bemühungen zur Wiederherstellung der Ordnung in Libyen, die durch die NATO-Aggression zerstört wurde – illegal und gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates – haben wir uns für einen nationalen Dialog eingesetzt. Dieser sollte zur Überwindung der untragbaren Situation dienen. Sie verwandelte Libyen in eine Grauzone, durch die Militante und Waffenschmuggler in die Sahara-Sahel-Region eindringen konnten, während Wellen illegaler Einwanderer in entgegengesetzter Richtung – von Süden nach Norden – nach Europa kamen und enorme Probleme für viele europäische Länder einschließlich Italien verursachten.“[1]
Die Durchführung einer libyschen Friedenskonferenz ähnlich der syrischen Konferenz in Sotschi hielt Lawrow für möglich. Ein solcher Dialog würde aber….

Attentat auf ehemaligen Gaddafi-Vertrauten

Libyen/Südafrika. Warum sollte Saleh Baschir zum Schweigen gebracht werden?
Bildergebnis für Bashir Saleh Bashir
Baschir Saleh Baschir, ehemals Stabschef und einer der engsten Vertrauten Muammar al-Gadadfis, hat in Südafrika schwerverletzt einen Mordanschlag überlebt. Sein Wagen wurde auf der Fahrt zum Flughafen von Johannesburg beschossen.[1] 

Baschir war einst zuständig für die Verwaltung libyscher Staatsfonds, einschließlich deren Auslandsinvestitionen. Er ging nach dem Sturz Gaddafis zunächst nach Frankreich ins Exil, lebt aber seit fünf Jahren in Südafrika. Baschir ist Mitglied des Exekutivkomitees des Libyan National Popular Movement (LNPM). Ist es Zufall, dass auf Baschir nur wenige Tage nach dem Rücktritt des Gaddafi-Freundes Jacob Zuma als Präsident Südafrikas und der Ernennung von Cyril Ramaphosa zum neuen Präsidenten geschossen wurde?

Und ist es ebenfalls Zufall, dass sich gerade jetzt ein anderer Libyer namens Abdel Rahman Schalgham[2], auch ehemaliger Gaddafi-Vertrauter, mit der Befürchtung zu Wort meldet, dass sich internationale Akteure, die von libyschen Parteien unterstützt werden, Guthaben des Staatsfonds Libyan Investment Authority (LIA) unter den……

Spannungsfeld: Libyen, al-Kaida, der Westen

Die Annäherung der britischen Regierung unter Tony Blair an Gaddafi, die vorherige Unterstützung von al-Kaida und der endgültige Verrat Libyens durch David Cameron.
Muammar al-Gaddafi, "Revolutionsführer" und früherer Machthaber in Libyen.(© AP)

In einem Interview mit SputnikNews[1] spricht der Journalist Mustafa Fetouri über das Verhältnis zwischen Großbritannien und Libyen in den Jahren 2004 und 2005. Unter Tony Blair[2] habe eine Wiederannäherung Großbritanniens an Libyen stattgefunden. Ab 9/11, also ab 2001, sei Blair gemeinsam mit dem damaligen US-Präsidenten Bush in den Antiterrorkampf gezogen und habe bedingungslos die Kriege der USA in Afghanistan und im Irak unterstützt.

Zu dieser Zeit habe Libyen die beste Datensammlung über Terroristen und terroristische Organisationen besessen, einschließlich al-Kaida in Pakistan und Afghanistan. Diese Daten hätten sich auch über die Zeiträume erstreckt, in denen die USA noch bin Laden in Afghanistan……

Libyen im Januar 2018 – Monatsrückblick

Libyen. Was geschah… eine unvollständige Auflistung
01.01. 2017 wurden laut der Nationalen Menschenrechtskommission in Libyen (NCHRL) 433 Menschen getötet, darunter 79 Kinder und 10 Frauen. Daneben fanden 201 außergerichtliche Exekutionen statt. 197 Zivilisten und Soldaten kamen in Bengasi, Sirte und Derna durch Landminen ums Leben. 143 Personen wurden unrechtmäßig eingesperrt und 186 entführt. 15 Angriffe auf Krankenstationen wurden gemeldet. 34 Fälle von Verhaftungen, Folterungen und Bedrohungen von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten wurden bekannt.
Die Dunkelziffern dürften jeweils beträchtlich höher liegen.
Daneben leiden 3,5 Mio. Libyer, also mehr als die Hälfte der Bevölkerung, unter schlechten……

EIN TEUFELSKREIS

Kopf hoch: Dieser Beitrag dient nur meiner Entlastung, er bietet keine Lösungen oder auch nur Lösungsansätze, und ja: Er ist verdammt deprimierend.
Ich lebe immer noch in Libyen – ich gebrauche den Begriff “leben” wie gewöhnlich ganz locker – und es scheint, dass alle meine Versuche, hier rauszukommen, kläglich gescheitert sind. Also wie es aussieht, bleibe ich noch eine Weile hier.

Alltagsleben

Es erstaunt mich immer wieder, wie die Leute in diesem Dreck überleben können. Egal, wie lange ich darüber nachdenke, es will nicht in meinen Kopf. Wer immer auch regiert, er scheint die Grenzen dafür auszuloten, wie lange man ohne Sicherheit, Wasser, Strom, Geld und Infrastruktur überleben kann. Doch irgendwie überlebt man. Es fühlt sich so an, als sei man ein wenig wie ein…..

Das Böse züchten, um die Welt davon zu befreien? HaBE-Libyen-Artikel weggeGOOGELt

Der über 30-jährige Krieg gegen Libyen & Terroristen-Schulung in Deutschland

Dieser Artikel ist über GOOGEL nicht zu finden, Gründe dafür findet man im Artikel

1986, der Fußball-Weltmeisterschafts-Rummel übertönt alles. In solchen Jubel-Jahren werden Kriege besonders gerne ausgebrochen. Welche WM war denn 1999 ? Und welche 2011?

Während der Atlantik-Brücken-Liebling Daniel Cohn-Bendit es 1999 nicht bei seiner führenden Beihilfe-Rolle beim Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien beließ und zur ungehinderten Vernichtung Libyens als “EURO-fighter” 2011 eine Flugverbotszone forderte, hat seine Vorgängerin im Europa-Parlament, Brigitte Heinrich, den Überfall der USA auf Libyen 1986 in einem Artikel in der Neuen Hanauer Zeitung (nhz) scharf angegriffen. Spätestens seit ihrer Recherchen über die NATO-…….

Neuer starker Mann?

Arnold Hottinger's picture
Nur eine autoritäre Hand kann die Macht der Milizen brechen. Wird es die Hand eines neuen Diktators sein?

In Libyen wird das Chaos andauern oder noch schlimmer werden, solange dort zahlreiche bewaffnete Banden die wirkliche Macht ausüben. Das blosse Umformen von Regierungen und Parlamenten nützt nichts. Dies, weil die Bewaffneten in der Lage sind, diesen „Parlamenten“ und „Regierungen“ ihren Willen aufzuzwingen. Zudem halten sich die Milizen immer weniger zurück, dies auch zu tun. Das Land braucht einen starken Arm, der fähig ist, die Milizen zu entwaffnen. Feldmarschall Haftar bietet sich dazu an. Doch er geht offensichtlich……

Saif al-Islam Gaddafi gibt Kandidatur bekannt

Bei den für das nächste Jahr geplanten Präsidentschaftswahlen will Saif al-Islam Gaddafi mit Unterstützung der libyschen Stämme als Kandidat antreten.
 Basem al-Haschimi al-Soul, Sprecher der libyschen Stämme und der Gaddafi-Familie, sagte der ägyptischen Zeitung Egypt Today: „Saif al-Islam Gaddafi, Sohn des ehemaligen Präsidenten, wird dank der Unterstützung durch die Großen Stämme Libyens bei den Wahlen 2018 für das Präsidentenamt kandidieren.“ 

Das von ihm erstellte Grundsatzprogramm wird Saif al-Islam in Kürze vorstellen. „Das Programm enthält einige Maßnahmen, von denen Saif al-Islam hofft, dass sie von den Vereinten Nationen übernommen werden. Dies werde Libyen helfen, von der gegenwärtigen Übergangsperiode in einen stabilen Zustand zu gelangen.“ Und: „Saif al-Islam plant, für mehr Sicherheit und Stabilität…..

Libyen im November 2017 – Monatsrückblick

01.11. Der Spiegel berichtet über die hinlänglich bekannten schlimmen Zustände in libyschen Gefangenenlagern, von denen laut Schätzungen des Hohen Flüchtlingskommissars der
Vereinten Nationen (UNHCR) etwa 30 von der Regierung geführt werden. Nicht eingerechnet sind die versteckten Einrichtungen, die Schleuser und Milizen betreiben.[1]

02.11. Am 01.11. begann ein Angriff einer Zinten-Miliz[2] unter dem Kommando des Militärrats von Zinten auf ein Militärlager von Wirschefanas 4. Brigade.[3] Ziel der Zinten-Miliz soll es sein, die People’s Front for the Liberation of Libya von Saif al-Gaddafi aus Wirschefana zu vertreiben.
Der Kommandant der westlichen Militärzone des Präsidialrats, Osama Dschuwaili[4], ist mit Milizen an den Kämpfen gegen Wirschefana beteiligt. Dahinter scheint eine Abmachung zwischen Sarradsch (‚Einheitsregierung‘ in Tripolis) und dem…..

Treffen Europäische und Afrikanische Union

Abidjan. 2010 bot Gaddafi den Ländern Afrikas 97 Milliarden US-$ für Investitionen an. 2017 interessiert sich die EU ausschließlich für den Stopp der Flüchtlinge.
 

Jean-Claude Junckers hat auf dem EU-AU-Gipfel, der am 29. und 30. November in Abidjan stattfindet, einen Fonds angekündigt, der bis 2020 44 Milliarden Euro an Investitionen in Afrika auslösen soll.[1] Wohl gemerkt, der Fonds soll 44 Milliarden „auslösen“, er wird keine 44 Milliarden enthalten!

Dies ist nicht einmal die Hälfte des Betrages, den Gaddafi 2010 dem afrikanischen Kontinent für Investment-Initiativen zur Verfügung stellen wollte. In einem Reuters Bericht vom 24. November 2010, also drei Monate vor Beginn des Krieges gegen Libyen, heißt es, dass Libyen aus den Einnahmen durch Ölexporten 97 Milliarden US-$ den afrikanischen Ländern als Hilfe und zur wirtschaftlichen Entwicklung bereitstellen wird.[2]

Reuters führt folgende Projekte auf, die 2010 bereits in Arbeit waren:

Wie der NATO-Krieg 2011 gegen Libyen auf Lügen basierte

Ein Bericht des britischen Parlaments aus 2016 zeigt, dass der NATO-Krieg 2011 in Libyen auf einer Reihe von Lügen basierte. [1]

„Libyen: Untersuchung der Intervention und des Zusammenbruchs und die zukünftigen politischen Optionen des Vereinigten Königreichs“ – eine Untersuchung des parteiübergreifenden Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des britischen Unterhauses verurteilt scharf die Rolle des Vereinigten Königreichs in dem Krieg, der die Regierung des libyschen Führers Muammar Gaddafi zu Fall brachte und das nordafrikanische Land ins Chaos stürzte.

„Wir haben keine Beweise dafür gesehen, dass die britische Regierung eine angemessene Analyse des Aufstands in Libyen durchgeführt hat“, heißt es in dem Bericht. „Die britische Strategie basierte auf falschen Annahmen und auf einem unvollständigen Verständnis der Beweise.“

Der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten kommt zu dem Schluss, dass die britische Regierung „nicht erkannt hat, dass die Bedrohung der Zivilbevölkerung….