Archiv für Libyen

Libyen im März 2018 – Monatsrückblick

Libyen. Was geschah… eine unvollständige Auflistung
Bildergebnis für Libyen
© EDA

01.03. Die UN-Sondermission für Libyen dokumentierte für den Februar 13 Tote und 133 Verletzte durch Gewaltanwendung.
Die Dunkelziffer dürfte bedeutend höher liegen.

02.03. In Sebha (südwestliches Libyen) sind die schweren Kämpfe zwischen Tibu-Kämpfern (loyal zur LNA/Bengasi) und Awlad-Suleiman-Kämpfern (loyal zum Präsidialrat/Tripolis), die bereits Anfang Februar ausgebrochen sind, weiter in vollem Gang. Es gibt auch unter den Zivilisten Todesopfer; auch das Medizinische Zentrum von Sebha wurde beschossen.
Nachtrag 07.03.: In Sebha erfolgte ein Angriff auf das Hauptquartier einer sogenannten Märtyrer-Miliz (pro Präsidialrat in Tripolis). Viele Zivilisten sollen aus der Stadt geflohen sein.

02.03. Ein Vertrag zwischen dem chinesischen Staatsbetrieb Petro China und der libyschen National Oil Company (NOC) macht Petro China zu einem wichtigen Abnehmer libyschen Erdöls. Ähnliche Verträge unterzeichneten dieses Jahr……

Saif Gaddafi begrüßt Inhaftierung Sarkozys

Africanews berichtet, laut Saif Gaddafi gebe es Beweise und Zeugen für Sarkozys illegale Wahlkampffinanzierung 2007.

Saif al-Islam Gaddafi begrüße die Inhaftierung des ehemaligen französischen Präsidenten Nicholas Sarkozy und wiederhole sein Angebot, Beweise für Sarkozys illegale Wahlkampffinanzierung vorzulegen.

Saif al-Islam nahm damit Bezug auf die Beweise, die er 2011 Euronews in Tripolis vorgelegt hatte, und bedauerte, dass die französische Justiz sieben Jahre gebraucht habe, um tätig zu werden.

Es gebe mehrere Zeugen, die bereit seien, gegen Sarkozy auszusagen, darunter Abdullah Senussi, der frühere Chef des libyschen Geheimdienstes und Bashir Saleh Bashir, ehemals bei Libya Investment.

Laut Saif al-Islam verfüge Senussi über eine Aufzeichnung des ersten Treffens zwischen Gaddafi……

Schwere Anschuldigung gegen Regierungsstellen

Libyen. UN-Expertenkommission für Libyen: Die meisten libyschen Milizen, die am Menschenschmuggel beteiligt sind, gehören zu offiziellen staatlichen Institutionen .
 

Es ist vor allem die Special Deterrence Force SDF (ehemals Rada-Miliz, unter Führung von Abdel Rauf Kara) aus Tripolis im Visier der Kommission, gegen die auch beim Thema Menschenrechtsverletzungen schwere Anschuldigungen erhoben werden.[1] Die SDF ist berüchtigt für Entführungen und illegale Gefangennahmen, sowohl von Libyern als auch von Ausländern, und arbeitet mit terroristischen Organisationen zusammen. In ihrem ohne jede……

Libyen im Februar 2018 – Monatsrückblick

Februar 2018

01.02. Bei einem Gespräch mit dem italienischen Außenminister Alfano, der sich in seiner Funktion als Vorsitzender der OSZE in Moskau aufhält, machte der russische Außenminister Lawrow die Nato-Aggression für das herrschende Chaos in Libyen verantwortlich: „Seit Beginn der internationalen Bemühungen zur Wiederherstellung der Ordnung in Libyen, die durch die NATO-Aggression zerstört wurde – illegal und gegen die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates – haben wir uns für einen nationalen Dialog eingesetzt. Dieser sollte zur Überwindung der untragbaren Situation dienen. Sie verwandelte Libyen in eine Grauzone, durch die Militante und Waffenschmuggler in die Sahara-Sahel-Region eindringen konnten, während Wellen illegaler Einwanderer in entgegengesetzter Richtung – von Süden nach Norden – nach Europa kamen und enorme Probleme für viele europäische Länder einschließlich Italien verursachten.“[1]
Die Durchführung einer libyschen Friedenskonferenz ähnlich der syrischen Konferenz in Sotschi hielt Lawrow für möglich. Ein solcher Dialog würde aber….

Attentat auf ehemaligen Gaddafi-Vertrauten

Libyen/Südafrika. Warum sollte Saleh Baschir zum Schweigen gebracht werden?
Bildergebnis für Bashir Saleh Bashir
Baschir Saleh Baschir, ehemals Stabschef und einer der engsten Vertrauten Muammar al-Gadadfis, hat in Südafrika schwerverletzt einen Mordanschlag überlebt. Sein Wagen wurde auf der Fahrt zum Flughafen von Johannesburg beschossen.[1] 

Baschir war einst zuständig für die Verwaltung libyscher Staatsfonds, einschließlich deren Auslandsinvestitionen. Er ging nach dem Sturz Gaddafis zunächst nach Frankreich ins Exil, lebt aber seit fünf Jahren in Südafrika. Baschir ist Mitglied des Exekutivkomitees des Libyan National Popular Movement (LNPM). Ist es Zufall, dass auf Baschir nur wenige Tage nach dem Rücktritt des Gaddafi-Freundes Jacob Zuma als Präsident Südafrikas und der Ernennung von Cyril Ramaphosa zum neuen Präsidenten geschossen wurde?

Und ist es ebenfalls Zufall, dass sich gerade jetzt ein anderer Libyer namens Abdel Rahman Schalgham[2], auch ehemaliger Gaddafi-Vertrauter, mit der Befürchtung zu Wort meldet, dass sich internationale Akteure, die von libyschen Parteien unterstützt werden, Guthaben des Staatsfonds Libyan Investment Authority (LIA) unter den……

Spannungsfeld: Libyen, al-Kaida, der Westen

Die Annäherung der britischen Regierung unter Tony Blair an Gaddafi, die vorherige Unterstützung von al-Kaida und der endgültige Verrat Libyens durch David Cameron.
Muammar al-Gaddafi, "Revolutionsführer" und früherer Machthaber in Libyen.(© AP)

In einem Interview mit SputnikNews[1] spricht der Journalist Mustafa Fetouri über das Verhältnis zwischen Großbritannien und Libyen in den Jahren 2004 und 2005. Unter Tony Blair[2] habe eine Wiederannäherung Großbritanniens an Libyen stattgefunden. Ab 9/11, also ab 2001, sei Blair gemeinsam mit dem damaligen US-Präsidenten Bush in den Antiterrorkampf gezogen und habe bedingungslos die Kriege der USA in Afghanistan und im Irak unterstützt.

Zu dieser Zeit habe Libyen die beste Datensammlung über Terroristen und terroristische Organisationen besessen, einschließlich al-Kaida in Pakistan und Afghanistan. Diese Daten hätten sich auch über die Zeiträume erstreckt, in denen die USA noch bin Laden in Afghanistan……

Libyen im Januar 2018 – Monatsrückblick

Libyen. Was geschah… eine unvollständige Auflistung
01.01. 2017 wurden laut der Nationalen Menschenrechtskommission in Libyen (NCHRL) 433 Menschen getötet, darunter 79 Kinder und 10 Frauen. Daneben fanden 201 außergerichtliche Exekutionen statt. 197 Zivilisten und Soldaten kamen in Bengasi, Sirte und Derna durch Landminen ums Leben. 143 Personen wurden unrechtmäßig eingesperrt und 186 entführt. 15 Angriffe auf Krankenstationen wurden gemeldet. 34 Fälle von Verhaftungen, Folterungen und Bedrohungen von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten wurden bekannt.
Die Dunkelziffern dürften jeweils beträchtlich höher liegen.
Daneben leiden 3,5 Mio. Libyer, also mehr als die Hälfte der Bevölkerung, unter schlechten……

EIN TEUFELSKREIS

Kopf hoch: Dieser Beitrag dient nur meiner Entlastung, er bietet keine Lösungen oder auch nur Lösungsansätze, und ja: Er ist verdammt deprimierend.
Ich lebe immer noch in Libyen – ich gebrauche den Begriff „leben“ wie gewöhnlich ganz locker – und es scheint, dass alle meine Versuche, hier rauszukommen, kläglich gescheitert sind. Also wie es aussieht, bleibe ich noch eine Weile hier.

Alltagsleben

Es erstaunt mich immer wieder, wie die Leute in diesem Dreck überleben können. Egal, wie lange ich darüber nachdenke, es will nicht in meinen Kopf. Wer immer auch regiert, er scheint die Grenzen dafür auszuloten, wie lange man ohne Sicherheit, Wasser, Strom, Geld und Infrastruktur überleben kann. Doch irgendwie überlebt man. Es fühlt sich so an, als sei man ein wenig wie ein…..

Das Böse züchten, um die Welt davon zu befreien? HaBE-Libyen-Artikel weggeGOOGELt

Der über 30-jährige Krieg gegen Libyen & Terroristen-Schulung in Deutschland

Dieser Artikel ist über GOOGEL nicht zu finden, Gründe dafür findet man im Artikel

1986, der Fußball-Weltmeisterschafts-Rummel übertönt alles. In solchen Jubel-Jahren werden Kriege besonders gerne ausgebrochen. Welche WM war denn 1999 ? Und welche 2011?

Während der Atlantik-Brücken-Liebling Daniel Cohn-Bendit es 1999 nicht bei seiner führenden Beihilfe-Rolle beim Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien beließ und zur ungehinderten Vernichtung Libyens als “EURO-fighter” 2011 eine Flugverbotszone forderte, hat seine Vorgängerin im Europa-Parlament, Brigitte Heinrich, den Überfall der USA auf Libyen 1986 in einem Artikel in der Neuen Hanauer Zeitung (nhz) scharf angegriffen. Spätestens seit ihrer Recherchen über die NATO-…….

Neuer starker Mann?

Arnold Hottinger's picture
Nur eine autoritäre Hand kann die Macht der Milizen brechen. Wird es die Hand eines neuen Diktators sein?

In Libyen wird das Chaos andauern oder noch schlimmer werden, solange dort zahlreiche bewaffnete Banden die wirkliche Macht ausüben. Das blosse Umformen von Regierungen und Parlamenten nützt nichts. Dies, weil die Bewaffneten in der Lage sind, diesen „Parlamenten“ und „Regierungen“ ihren Willen aufzuzwingen. Zudem halten sich die Milizen immer weniger zurück, dies auch zu tun. Das Land braucht einen starken Arm, der fähig ist, die Milizen zu entwaffnen. Feldmarschall Haftar bietet sich dazu an. Doch er geht offensichtlich……

Saif al-Islam Gaddafi gibt Kandidatur bekannt

Bei den für das nächste Jahr geplanten Präsidentschaftswahlen will Saif al-Islam Gaddafi mit Unterstützung der libyschen Stämme als Kandidat antreten.
 Basem al-Haschimi al-Soul, Sprecher der libyschen Stämme und der Gaddafi-Familie, sagte der ägyptischen Zeitung Egypt Today: „Saif al-Islam Gaddafi, Sohn des ehemaligen Präsidenten, wird dank der Unterstützung durch die Großen Stämme Libyens bei den Wahlen 2018 für das Präsidentenamt kandidieren.“ 

Das von ihm erstellte Grundsatzprogramm wird Saif al-Islam in Kürze vorstellen. „Das Programm enthält einige Maßnahmen, von denen Saif al-Islam hofft, dass sie von den Vereinten Nationen übernommen werden. Dies werde Libyen helfen, von der gegenwärtigen Übergangsperiode in einen stabilen Zustand zu gelangen.“ Und: „Saif al-Islam plant, für mehr Sicherheit und Stabilität…..

Libyen im November 2017 – Monatsrückblick

01.11. Der Spiegel berichtet über die hinlänglich bekannten schlimmen Zustände in libyschen Gefangenenlagern, von denen laut Schätzungen des Hohen Flüchtlingskommissars der
Vereinten Nationen (UNHCR) etwa 30 von der Regierung geführt werden. Nicht eingerechnet sind die versteckten Einrichtungen, die Schleuser und Milizen betreiben.[1]

02.11. Am 01.11. begann ein Angriff einer Zinten-Miliz[2] unter dem Kommando des Militärrats von Zinten auf ein Militärlager von Wirschefanas 4. Brigade.[3] Ziel der Zinten-Miliz soll es sein, die People’s Front for the Liberation of Libya von Saif al-Gaddafi aus Wirschefana zu vertreiben.
Der Kommandant der westlichen Militärzone des Präsidialrats, Osama Dschuwaili[4], ist mit Milizen an den Kämpfen gegen Wirschefana beteiligt. Dahinter scheint eine Abmachung zwischen Sarradsch (‚Einheitsregierung‘ in Tripolis) und dem…..

Treffen Europäische und Afrikanische Union

Abidjan. 2010 bot Gaddafi den Ländern Afrikas 97 Milliarden US-$ für Investitionen an. 2017 interessiert sich die EU ausschließlich für den Stopp der Flüchtlinge.
 

Jean-Claude Junckers hat auf dem EU-AU-Gipfel, der am 29. und 30. November in Abidjan stattfindet, einen Fonds angekündigt, der bis 2020 44 Milliarden Euro an Investitionen in Afrika auslösen soll.[1] Wohl gemerkt, der Fonds soll 44 Milliarden „auslösen“, er wird keine 44 Milliarden enthalten!

Dies ist nicht einmal die Hälfte des Betrages, den Gaddafi 2010 dem afrikanischen Kontinent für Investment-Initiativen zur Verfügung stellen wollte. In einem Reuters Bericht vom 24. November 2010, also drei Monate vor Beginn des Krieges gegen Libyen, heißt es, dass Libyen aus den Einnahmen durch Ölexporten 97 Milliarden US-$ den afrikanischen Ländern als Hilfe und zur wirtschaftlichen Entwicklung bereitstellen wird.[2]

Reuters führt folgende Projekte auf, die 2010 bereits in Arbeit waren:

Wie der NATO-Krieg 2011 gegen Libyen auf Lügen basierte

Ein Bericht des britischen Parlaments aus 2016 zeigt, dass der NATO-Krieg 2011 in Libyen auf einer Reihe von Lügen basierte. [1]

„Libyen: Untersuchung der Intervention und des Zusammenbruchs und die zukünftigen politischen Optionen des Vereinigten Königreichs“ – eine Untersuchung des parteiübergreifenden Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des britischen Unterhauses verurteilt scharf die Rolle des Vereinigten Königreichs in dem Krieg, der die Regierung des libyschen Führers Muammar Gaddafi zu Fall brachte und das nordafrikanische Land ins Chaos stürzte.

„Wir haben keine Beweise dafür gesehen, dass die britische Regierung eine angemessene Analyse des Aufstands in Libyen durchgeführt hat“, heißt es in dem Bericht. „Die britische Strategie basierte auf falschen Annahmen und auf einem unvollständigen Verständnis der Beweise.“

Der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten kommt zu dem Schluss, dass die britische Regierung „nicht erkannt hat, dass die Bedrohung der Zivilbevölkerung….

Schwarzafrikaner werden in Libyen gefoltert und versklavt

In Syrien schauen viele Menschen mit Sorge nach Libyen. Denn dort können sie ungefähr erahnen, was ihnen blüht, wenn der Westen es mit Hilfe von „Rebellen“ schafft Präsident Assad zu stürzen.

Nach dem Militärschlag der westlichen Staaten gegen das von Gaddafi beherrschte Libyen und der Machtübernahme verschiedener „oppositioneller und gemäßigter Rebellengruppen“, herrscht in Libyen das totale Chaos. Die von westlichen Staaten damals noch umjubelten und von europäischen Regierungen mit viel Geld unterstützten „gemäßigten Oppositionellen“, stellten sich später als radikale Islamisten und brutale Terroristen heraus, die im Internet sogar damit prahlen, Christen zu enthaupten und Schwarzafrikaner zu versklaven.

Wie konnte der Westen sowas nur tun und weshalb schweigen die Medien zu diesen fatalen Fehlern von Obama, Hollande und Merkel?

Erstmals gibt es verifizierte Videoaufnahmen, die Versteigerungen von Sklaven in Libyen zeigen. Ausschließlich Schwarzafrikaner, welche vorher in Libyen friedlich leben und arbeiten konnten, werden heute zu tausenden versklavt und gefoltert.

Vor allem Frankreich, Großbritannien und Katar sind für den brutalen Überfall auf Libyen und das bis heute andauernde Chaos in diesem Land und in der gesamten Region verantwortlich. Wenig später nahmen auch die Amerikaner unter Obama an der Zerstörung Libyens teil.

Wie ein Dominoeffekt ist dieser Krieg auch einer der Ursachen für eine bis heute anhaltende Flüchtlingswelle aus Afrika nach Europa. Konnten die Schwarzafrikaner nämlich unter Gaddafi noch normal in Libyen arbeiten und ihre Ersparnisse in die Heimat schicken, wodurch viel Geld und wichtige Devisen in arme afrikanische Länder flossen, ist diese Quelle seit dem Krieg der NATO versiegt worden. Viele frustrierte Afrikaner machten sich seither auf dem Weg nach Europa.

Ähnliches konnte man auch in Syrien beobachten. Genau zu der Zeit, als die von den USA angeführte Koalition, zu der auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien gehören, anfingen in Syrien islamistische Rebellen zu unterstützen und Bomben über das Land zu werfen, wurden die sogenannten Terrormilizen „Islamische Staat“ und „Al-Kaida“ so stark wie nie zuvor – parallel waren auch die täglichen Hinrichtungsvideos von Zivilisten allgegenwärtig.

Die große Flüchtlingswelle auf Europa war 2014 und 2015. Erst der russische Militäreinsatz gegen die Terroristen, der Ende 2015 begann, brachte die Wendung und die Flüchtlingswelle ebbte ab. Inzwischen sind sogar über eine Million Flüchtlinge nach Syrien zurückgekehrt, weil Damaskus mit Hilfe Russlands das Land allmählich stabilisieren konnte. Worüber in den westlichen Medien allerdings nicht gerne berichtet wird.

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Quelle: Klick Bild.

Sklavenmärkte in Libyen?

Weltweite Empörung über Sklavenversteigerungen in Libyen – Demonstrationen vor libyscher Botschaft in Paris.
 

Der am 14. November 2017 auf CNN erschiene Filmbericht über Sklavenhandel in Libyen erschüttert die ganze Welt. Die Journalisten zeigten eine Sklavenauktion, bei der zwei junge, kräftige Männer aus Nigeria von einem Uniformierten als Feldarbeiter angeboten und für umgerechnet etwa 880 US-$ ersteigert werden.[1]

Zeid al-Hussein, der Vorsitzende des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, erklärte, die Unterstützung der EU für die libysche Küstenwache sei „inhuman“: „Wir können der modernen Sklaverei nicht stillschweigend zusehen, wenn im Namen des Migrationsmanagements Vergewaltigung, sexuelle Gewalt und Morde begangen werden und verzweifelte und traumatisierte Menschen davon abgehalten werden, die europäischen Küsten zu erreichen. Die Situation war vorher schon schrecklich, doch jetzt ist sie nur noch katastrophal.“[2] Während sich noch im September…..

Öl, Lager und Sklaven

Im Windschatten der EU-Flüchtlingsabwehr breitet sich in Libyen Sklavenhandel mit Migranten aus. Kürzlich publizierte Videoaufnahmen dokumentieren, wie Flüchtlinge aus Nigeria in dem nordafrikanischen Land etwa als „große, starke Jungen für die Landwirtschaft“ angepriesen und versteigert werden. Von verheerenden Zuständen in libyschen Flüchtlingslagern berichten UN-Mitarbeiter; wie der UN-Menschenrechtskommissar Zeid Raad al Hussein schildert, vegetieren dort „tausende ausgezehrte und traumatisierte Männer, Frauen und Kinder“ ohne ausreichend Nahrung dahin, werden bedroht, geschlagen und vergewaltigt. Die von der EU geförderte libysche Küstenwache liefert Migranten, die sie auf Druck Berlins und Brüssels auf dem Mittelmeer aufgreift, in die erwähnten Lager ein. Jenseits der Flüchtlingsabwehr dient Libyen der Bundesrepublik insbesondere als Erdöllieferant. Derzeit tobt ein Streit zwischen dem deutschen Konzern Wintershall und libyschen Stellen: Wintershall will die von diesen geforderten Abgaben auf die Erdölförderung nicht bezahlen.

Sonderbedingungen

Die Auseinandersetzungen zwischen Libyens National Oil Company (NOC) und dem deutschen Wintershall-Konzern dauern schon seit längerer Zeit an. Im Kern geht es dabei um die Frage, zu welchen Konditionen die Kasseler BASF-……..

Libyen: Brutale Folgen der EU-Abschottungsstrategie

Bildergebnis für Libyen: Brutale Folgen der EU-AbschottungsstrategieDas Innenleben eines Lagers in Libyen. Screenshot Video YouTube/Africa News

Es kommen weitaus weniger Migranten über das Mittelmeer. Tausende werden nun in Lagern unter manchmal vorzivilisatorischen Bedingungen festgehalten

Es kommen deutlich weniger Migranten übers Mittelmeer nach Europa. Einschließlich Oktober berichtet Frontex in diesem Jahr von 112.000 Ankünften. Im Jahr zuvor waren es demnach in den ersten zehn Monaten 173.000. Als häufigste Herkunftsländer der Migranten werden Nigeria, Guinea, die Elfenbeinküste und Bangladesch genannt.

Als gegenläufige Trends werden von der EU-Grenzschutzagentur beobachtet……

 

 

Saif al-Islam Gaddafi und Libyens Zukunft

Libyen/Saif al-Islam Verschiedene libysche Presseorgane befassen sich mit der zukünftigen Rolle, die Saif al-Islam in Libyen spielen wird.

Soll Saif al-Islam Gaddafi sofort das Präsidentenamt übernehmen?

Auf Libyaagainstsuperpowermedia[1] wurde ein bemerkenswerter Artikel von Richard Galustian[2] veröffentlicht. Galustian schlägt darin nach dem Scheitern aller Verhandlungsansätze einen interessanten Fünf-Punkte-Plan für Libyen vor. Eine Kurzfassung:

  1. Die Vereinten Nationen sollten die Koffer packen und die libysche Bühne verlassen. Nach sechs Jahren ihres Versagens besitzen sie bei den Libyern null Glaubwürdigkeit.
  2. Die Moslembruderschaft muss als terroristische Organisation eingestuft werden. LIFG-Mitglieder müssen per Gesetz an der Teilnahme am politischen Leben ausgeschlossen werden.
  3. Das Waffenembargo gegen die LNA muss aufgehoben werden, damit General Heftar die Dschihadisten bekämpfen kann.
  4. Noch vor Abhaltung von Wahlen 2018 oder 2019 muss eine Technokratenregierung gebildet…….

Warum wurde Gaddafi der ai-Menschenrechtsheld & ermordet? Jean Ziegler- & Noam Chomsky

Korrespondenz zu HaBEs Versuch, durch ein Buchprojekt mit Beiträgen von Jean Ziegler, Noam Chomsky, Prof. Renate Eisel, Peter Scholl-Latour, Alfred Grosser  u.v.a.m. den Überfall auf Libyen zu verhindern, zumindest aber noch zu verzögern. Die Absicht der Gaddafi-Mörder und Libyen-Zerstörer, Assad und Syrien genauso zu beseitigen und auch diese Region des Nahen Ostens hinter die Steinzeit zurück zu bomben, besteht nach wie vor. Dass sich das europäische und besonders das deutsche Kapital dabei die Option offen hält, beim Scheitern dieses Versuches, sich auf dem Geschäftsfeld “Wiederaufbau” goldene Nasen zu verdienen, kennt man schon von GAZA, wo nach jedem von Israel “vergossenem Blei” das europäische Kapital am Wiederaufbau mitverdient, wenn das die EU aus Steuermitteln finanziert. Für solche Wiederaufbau-Geschäfte hatte der faschistische Kriegsgewinnler & Kriegsverbrecher, der Deutsche Bank-Chef Hermann-Josef Abs die “Kreditanstalt für Wiederaufbau” unter der schützenden Hand der Westalliierten nach 1945 gegründet. Zurück zu Libyen:

Vor der vollständigen Zerstörung Libyens habe ich 2011 versucht, mit prominenten KriegsgegnerINNEn ein Buch gegen diese Zerstörung herauszugeben, in der Hoffnung es…..