Archiv für Türkei

Syrien- Erdogan und seine “syrischen Brüder und Schwestern” (OP-ED)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan aka. der Sultan, hat in den vergangen Tagen mehrmals angemerkt, das die Implementierung der türkisch-amerikanischen Sicherheitszone, für seinen Geschmack zu gemächlich von statten ginge.

Erst kürzlich proklamierte Erdogan das Ankara einschreiten würde, um eigenmächtig die Zügel in die Hand zu nehmen, falls die Zone bis zum Ende des laufenden Monats nicht umfassend installiert sei. Ferner lamentierte er, das die USA die Türkei und die SDF gar als paritätische Alliierte betrachteten. “Es scheint so das der Türkei ihr Alliierter nicht für die Türkei sondern für die Terroristen-Gruppierung eine Sicherheitszone in Nord-Syrien anstrebt. Wir weisen solch einen Ansatz zurück,” so der türkische Präsident. Erdogan betonte das “3-5- Helikopter-Flüge, 5-10 Fahrzeugpatrouillen und ein paar Hundert Soldaten,” nicht hinlänglich seien eine Sicherheitszone in Nord-Syrien zu installieren.

Seine prämaturen Vorstöße begründete er mit der Dringlichkeit syrische…..

Hat die Türkei ein geheimes Atomprogramm?

Recep Tayyip Erdogan. Bild: © Sputnik/ Sergey Guneev

Präsident Erdogan will nicht akzeptieren, dass die Türkei keine Atomwaffen besitzen darf. Er deutete an, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu haben.

Bei einem Wirtschaftsforum in der zentraltürkischen Stadt Sivas kritisierte Präsident Recep Tayyip Erdogan den Umstand, dass die Türkei keine Atomwaffen besitzen darf. „Einige haben Raketen mit nuklearen Sprengköpfen. Nicht nur eine oder zwei. Aber ich sollte keine Raketen mit nuklearen Sprengköpfen haben. Das akzeptiere ich nicht“, erklärte er.

Dabei verwies er auf die anderen Länder, die Atomraketen besitzen. So hätten die USA und Russland zwischen 12.500 und 15.000 nukleare Sprengköpfe und auch Israel besitze….

Erdogan will in Syrien einmarschieren – und meint es diesmal wohl ernst

Der türkische Präsident droht mit dem nächsten Einmarsch in Syrien – in US-kontrolliertes Gebiet. Erdogan will damit gleich mehrere Probleme lösen.

Der türkische Präsident hat erneut eine Offensive im von Kurden beherrschten Gebiet in Nordsyrien angekündigt. Quelle: dpaDer türkische Präsident hat erneut eine Offensive im von Kurden beherrschten Gebiet in Nordsyrien angekündigt. (Foto: dpa)

Recep Tayyip Erdogan droht ganz nebenbei und unerwartet. Der türkische Präsident war am Sonntag in Westanatolien unterwegs, um eine neue Autobahn zwischen den Metropolen Istanbul und Izmir einzuweihen, als er bei seiner Rede plötzlich das Thema wechselte: Er kündigte einen weiteren Militäreinsatz in Syrien an. Mehr hier….

Der “Racheplan” des saudischen Kronprinzen gegen Erdogan

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. Foto: Glenn Fawcett für das US-Verteidigungsministerium.

Nach Informationen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten plant Mohammed bin Salman, der Türkei mit allen Mitteln zuzusetzen, um Erdogan das Leben schwer zu machen

Dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman surreale Giga-Projekte verfolgt, muss nicht eigens bewiesen werden. Seine Pläne zum Hunderte Milliarden US-Dollar teueren Neuaufbau von Zukunftsstädten wie Qiddiya oder Neom (mit fliegenden Autos, Roboter-Dinosaurier, Polizeiüberwachung aus der Luft und gentechnisch gestärkten Menschen) sind ein beredtes Zeugnis für eine Fantasie, die sich, um es so zu sagen, viel kindliche Freude bewahrt hat und sich……

 

Bereitet die Türkei Atomwaffen vor?

Αποκάλυψη «βόμβα» πρώην διοικητή ΚΥΠ: Η Τουρκία ετοιμάζει πυρηνικά όπλαLaut einer explosiven Enthüllung des ehemaligen Leiters des Geheimdienstes Zyperns bereitet die Türkei den Bau von Atomwaffen vor.

Im Gespräch mit dem zypriotschen TV-Netz Sigma Live schritt der ehemalige Leiter des „Informationsdiensts Zyperns“ (Cyprus Intelligence Service / KYP), General Andreas Pentaras, zu einer „bombigen“ Enthüllung.

Wie Herr Pantaras moniert, wird Ankara……

Türkei will Flüchtlinge wieder passieren lassen – Steht Merkels Flüchtlingsdeal vor dem Aus?

Die Türkei will Merkels Flüchtlings-Deal mit der EU aussetzen und Flüchtlingen wieder, wie 2015 und 2016, freien Durchmarsch nach Europa erlauben. Das teilten türkische Regierungsmitglieder in diesen Tagen mit. Brüssel steckt derweil den Kopf in den Sand.

Der Flüchtlings-Deal, den Merkel mit Erdogan ausgehandelt hat, sah ein Tauschgeschäft vor: Die Türkei hält die Flüchtlinge zurück, nimmt sogar Flüchtlinge aus Europa wieder auf und im Gegenzug sollte sie Geld und Visafreiheit für die Türken bekommen. Aber wie so oft hat die EU ihr Wort nicht gehalten, die…..

Türkei ändert Spielregeln

Türkei besetzt ein Gebiet, das Europa mit Asien verbindet und ist Nachbar einiger vom Krieg heimgesuchter Länder wie Irak und Syrien in der volatilen Region, die als der Nahe Osten bezeichnet wird. Das Land ist auch für die NATO von strategischer Bedeutung, weil es die Meerenge zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer kontrolliert und ihre südliche Flanke gegen….

Die Ära Erdogan geht zu Ende

Mit der erneuten Niederlage bei der wiederholten Wahl in Istanbul rückt das Ende der Ära Erdogan näher.

Bildergebnis für erdoganMark Schiefelbein/REUTERS

Obwohl es vielen Menschen klar war, dass die AKP diese Wahl mit großem Abstand verlieren würde, schätzten wenige die Auswirkungen auf die AKP richtig ein. Die Niederlage geht direkt auf Erdogans Konto. Es war sein größter Fehler die Wahl vom 31.März annullieren zu lassen. Er hat die Warnungen aus der eigenen Partei vor einer erneuten Niederlage ignoriert. Hätte Erdogan auf sie gehört und nicht den starken Mann gespielt, wäre der Schaden für seine Partei nicht so groß geworden.

Erdogan war so selbstsicher, dass er Kritikern in einer Fernsehansprache…

Türkei – Sind die Weichen gestellt? – Sedat Erbay

freiesicht

Nicht nur Erdogan sieht in Imamoglu, der die Wahlen in Istanbul gewonnen hatte, als seinen Konkurrenten, sondern viele andere Analysten der Türkei auch. Für Erdogan ist er eine ernsthafte Bedrohung geworden, der den Untergang seiner einleitet. Seine persönliche Zukunft war Erdogan wichtiger, als die Zukunft seiner Partei und die des Landes. Deshalb hat er entschieden, die Wahlen in Istanbul zu annullieren und diese durch die den Wahlbehörde verkünden zu lassen. Mit dieser Entscheidung machte er aus Imamoglu einen ersthaften Konkurrenten. Seine Gefolgschaft sowie die Mitglieder seine AKP sehen den nahenden bitteren Ende entgegen. Sie könnten bei einer Abwahl von Erdogan bei der nächsten -möglicher weise vorgezogenen- Präsidentschaftswahlen in der Türkei glimpflich davon kommen, im Gegensatz zu Erdogan. Es werden mehrere Prozesse, neben den vier, seit Jahren wegen seiner Immunität eingefrorenen Prozesse, gegen ihn und einige seiner Freunde eröffnet. Der Rest der AKP kann ihre Zukunft nicht befürchten. Deshalb werden sie ihre Hand nicht für Erdogan ins Feuer legen.

Die Wahlen am 23.06.2019 in Istanbul wird Erdogan möglicherweise…..

USA vs. Türkei – Sanktionsdrohungen unter „Freunden“

Der Streit zwischen den USA und der Türkei um den Kauf den russischen Luftabwehrsystems S-400 spitzt sich weiter zu. Heute stellten die USA der Türkei ein letztes Ultimatum.

Ich habe schon darauf hingewiesen, dass es eng wird für die USA, wenn sie den Kauf der S-400 noch verhindern wollen. Die Auslieferung soll in den nächsten Monaten beginnen und die USA müssen handeln, wenn sie es noch verhindern wollen. Das ist heute geschehen, die USA haben der Türkei heute ultimativ zwei Wochen gegeben, von dem Kaufvertrag mit Russland zurückzutreten. Mehr hier…..

Die Türkei steckt in großen Schwierigkeiten

Eine taumelnde Lira, Strafmaßnahmen der USA wegen des Kaufs der S-400 von Russland und anhaltende wirtschaftlichen Probleme. Die Türkei – und noch mehr Präsident Erdogan – steckt in enormen Schwierigkeiten.

Seit Monaten warnte die Trump-Administration zunächst die Türkei und drohte ihr dann geradezu, die im vergangenen Jahr getroffene Vereinbarung zum Kauf des fortschrittlichen russischen Raketenabwehrsystems S-400 fortzuführen. Während westliche Medien (darunter die „Bild“, wir berichteten) behaupteten, dass Erdogan den Deal mit Russland nun doch auf Eis gelegt hätte, sieht die Realität anders aus. Ankara teilte nämlich demonstrativ mit, man werde vom Kauf nicht absehen.

Doch wenn Erdogan glaubt, Trump würde nur bellen und nicht beißen, wenn es um Vergeltungsmaßnahmen geht, irrt er sich. Am Donnerstag stürzte die türkische….

Drei Tage vor Kommunalwahl: Wieder wirtschaftlicher US-Angriff auf die Türkei

Am Sonntag sind nicht nur die Präsidentschaftswahlen in der Ukraine, sondern auch Regionalwahlen in der Türkei. Pünktlich vor der Wahl gerät die türkische Währung wieder unter Druck. Der Westen, allen voran die USA, will Erdogan endlich weg haben.

Vorweg sei gesagt, dass ich kein Erdogan-Fan bin, mir geht es nur um eine objektive Sicht auf die Dinge, die unsere Medien durch Weglassen wichtiger Informationen sabotieren.

Die Streitpunkte der USA mit der Türkei würden einen eigenen Artikel füllen und ich habe dazu schon viel geschrieben. Erdogan erdreistete sich vor einigen Jahren…..

Erdogans Regierung in Panik wegen der Gefahr von Wahlniederlagen

REUTERS/Murad Sezer

Die Kampagne der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan für die Kommunalwahlen am 31. März wird als die polarisierendste Kampagne mit der virulentesten und beleidigendsten Rhetorik in die Geschichte eingehen, die die Türkei unter der Herrschaft der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) erlebt hat. In keiner Wahl zuvor hat die Regierung Religion und religionsbasierte Polarisierung so unverhohlen eingesetzt. Die Kampagne war auch durch beispiellose Drohungen gegen Oppositionsführer und Kandidaten sowie durch die offensichtliche Absicht gekennzeichnet, Wahlergebnisse nicht zu akzeptieren. Regierungssprecher haben praktisch um die Delegitimierung der Opposition gekämpft und versucht, ihre Basis intakt zu halten, indem sie die Wähler mit einem dämonisierten Porträt politischer Gegner erschreckten. Die Hauptursache für dieses außergewöhnliche politische Syndrom ist der Sturz der Türkei in die wirtschaftliche Rezession, die zusammen mit steigenden Lebenshaltungskosten und steigender Arbeitslosigkeit das Gespenst einer AKP, die die Wahlen in den Großstädten verliert, ins Leben gerufen hat.

Das Syndrom erreichte seinen Höhepunkt nach den Moscheenmassakern vom 15. März in Christchurch, Neuseeland, die die gröbste Ausbeutung der Religion und die religiös bedingte Polarisierung markierten, die die Türkei je im Wahlkampf gesehen hat.

Anlässlich einer Kundgebung in der nordwestlichen Stadt Tekirdag einen Tag nach dem Massaker zeigte Erdogan auf die am…….

Türkischer Masterplan: Vernichte die Kurden, verdränge die USA, baue das Kalifat neu auf

Putin, Erdogan verhandeln in Ankara während türkische Truppen Land in Syrien besetzen.

Die beiden Präsidenten, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, treffen sich, um ihre langfristigen strategisch-ökonomischen Beziehungen zu besprechen. Dennoch wird erwartet, dass die Situation in Syrien und der angekündigte Rückzug der US-Truppen aus dem besetzten Nordosten der Levante den größten Teil ihrer Diskussion einnimmt. Beide Präsidenten sind sich der kritischen Situation bewusst, insbesondere des Ziels der USA, die Türkei gegen Russland zu aufzustellen und gleichzeitig die US-Verbündeten, d.h. die Kurden der YPG und SDF, im Auge des Hurrikans zu lassen.

Es besteht kein Zweifel, dass die kurdischen Militanten zu einer Belastung für das US-Establishment geworden sind. Ihre US-Verbündeten versuchen, sie ihrem Schicksal zu überlassen oder sie ihrem schlimmsten Feind, der Türkei, zu übergeben. Damaskus würde es vorziehen, wenn die verlorenen Söhne in die Arme der Zentralregierung zurückkehren, wenn die Kurden nur erkennen würden, dass dies der einzige Weg sein könnte, ihr Leben und ihre Existenz zu retten. Wenn nicht, und die kurdischen Militanten darauf bestehen, als menschliche Schutzschilde zugunsten der US-Streitkräfte ihre Stellung zu halten, werden sie sogar für Damaskus entbehrlich werden.

Das derzeitige US-Establishment nutzt die Präsenz der US-Streitkräfte im Nordosten Syriens, um es ISIS zu ermöglichen, in einem kleinen geographischen Gebiet im Bezirk Albu Kamal östlich des Euphrats zu Tausenden zu bleiben. Es versucht auch, das russisch-türkische Bündnis zu spalten, indem es darauf besteht, das Gebiet, das den türkischen Streitkräften überlassen werden soll, zu übergeben, während Russland darauf abzielt, Syrien vereint zu halten und es der syrischen Armee zu ermöglichen, die Kontrolle über ihr eigenes Gebiet zurückzuerlangen. Dies zeigt, dass Washington nicht bereit ist, seinen Krieg in der Levante aufzugeben, obwohl sein „Regime Change“-Plan völlig gescheitert ist. Tatsächlich versucht das US-Establishment, eine instabile Situation zu erhalten, um die Pläne der syrischen Regierung zum Wiederaufbau Syriens zu verhindern.

Es besteht kein Zweifel an den türkischen Ambitionen in Syrien.  Das Osmanische Reich unterzeichnete 1923 im Hotel Beau Rivage in der Schweiz den Lausanner Vertrag. Lausanne gab der Türkei bessere Bedingungen als der frühere Vertrag von Sèvres, aber die Türkei war dennoch gezwungen, Ansprüche auf riesige Gebiete in Syrien und Irak (Mosul) aufzugeben.

image

Die Türkei behauptet auf der Grundlage eines angeblichen Geheimartikels im Vertrag, dass der Lausanner Vertrag 2023 nach hundert Jahren ausläuft. Erdogan wird dann das Recht erhalten, die Energieressourcen in seinen Hoheitsgewässern zu nutzen. Darüber hinaus plant er, den Ablauf des Vertrages zu nutzen, um die Rücknahme von Gebieten in der Nachbarschaft der Türkei zu rechtfertigen.

Countdown für das Türkische Reich: Sobald dieser Vertrag abläuft, sind alle Wetten ungültig.

Es kann gut sein, dass die Entscheidung Ankaras, es ISIS und al-Qaida in den ersten Kriegsjahren zu erlauben, in Syrien und im Irak die Grenzen zu überqueren, eine Vorbereitung auf die Neuziehung der Grenzen war. Als ISIS Mosul 2014 besetzte, gehörte die Türkei zu den Ländern, die die ISIS-Besetzung eines Drittels des Irak als „sunnitische Revolution“ bezeichneten. Als türkische Diplomaten im Konsulat in Mosul als Geiseln gehalten wurden, handelte die Türkei ihre Freilassung aus und tauschte Geiseln und Gefangene mit der Terrorgruppe aus. Heute besetzen türkische Soldaten Ba’shiqa im Norden Iraks und weigern sich trotz wiederholter Forderungen der Zentralregierung in Bagdad sich zurückzuziehen.

In Syrien ist die türkische Armee in Afrin, Idlib, al-Bab und Jarablus präsent und steht mit 80.000 Mann bereit, um in die Provinzen al-Hasaka und Raqqah einzudringen, unter dem Vorwand, das Gebiet vor der YPG/PKK-Kontrolle zu retten.

Ankara versucht, so viel syrisches Gebiet wie möglich zu annektieren, darunter über 13.000 Quadratkilometer im Nordosten Syriens. Die Türkei hat viele Hinweise auf ihre Bereitschaft gegeben, einen Austausch mit Russland auszuhandeln. Erdogan erlaubte einer al-Qaida-Nachfolgegruppe (Hay ‚at Tahrir al-Sham), die Noureddine Zingi-Gruppe zu eliminieren, eine syrische Stellvertreterorganisation, die von der Türkei unterstützt wurde, bevor sie begann, finanzielle Unterstützung aus Saudi-Arabien zu erhalten. Mit einem klugen Zug hat der türkische Präsident der al-Qaida-Gruppe erlaubt, Idlib und seine ländliche Umgebung, was zum Waffenstillstand von Astana gehört, zu kontrollieren. Damit schafft er die Möglichkeit, Idlib als Verhandlungsmasse gegenüber Russland zu benutzen im Austausch für die von der US-Regierung vorgeschlagene „Sicherheitszone“.

image

Die von Trump vorgeschlagene „Pufferzone“ ist ein Gebiet mit einer arabischen Mehrheit und einer kurdischen Minderheit, 490 km lang und 32 km breit, eine Landmasse, die größer ist als der Libanon. Trump behauptet, dass er bereit ist, seine Streitkräfte zum Wohle der Streitkräfte Ankaras aus diesem Gebiet abzuziehen.

Erdogan ist sich bewusst, dass die USA sich möglicherweise nicht sofort zurückziehen, nimmt aber die Aussicht ernst, dass die türkischen Streitkräfte und nicht die syrischen Streitkräfte die Kontrolle über das betreffende Gebiet übernehmen können. Ankara schwieg zum Mordfall Khashoggi, nachdem die USA beschlossen hatten, die syrische „Pufferzone“ an die Türkei, einen NATO-Verbündeten, zu übergeben. Trump versucht, Erdogan aus Putins Umarmung zu lösen.

Die US-Regierung übt großen Druck auf die Länder der arabischen Golfstaaten aus, um sie daran zu hindern, sich am Wiederaufbau Syriens zu beteiligen und Syrien wieder in die Arabische Liga aufzunehmen. Sie schließt auch die Grenzen zwischen Syrien und dem Irak bei al-Tanf, um das Wachstum des Handels zwischen den beiden Ländern zu stoppen. Sie behält die Kontrolle über den nordöstlichen öl- und gasreichen Teil Syriens und behindert das Wachstum der syrischen Wirtschaft.

Deshalb wird es Erdogan vielleicht nicht sehr schwer fallen, Putin von seinem Plan zu überzeugen, die amerikanische gegen die türkische Besatzung zu tauschen, vor allem, wenn der Preis der Tausch von Idlib für das Gebiet al-Hasaka/Raqqqah wäre. Es ist nicht das erste Mal, dass der türkische Präsident eine solche Vereinbarung getroffen hat. Er hat wirksam dazu beigetragen, dass Aleppo und al-Ghouta in die Hände der syrischen Armee zurückgekehrt sind.

Ungeachtet der Tatsache, dass der Rückzug der USA ungewiss ist und von allen in Syrien tätigen Parteien nicht ernst genommen wird, wird die Schaffung einer „Pufferzone“ kein Spaziergang im Park sein. Die Kurden werden ihr Territorium verteidigen, aber am Ende ihre Dörfer verlassen – wie in Afrin – und in das von der syrischen Armee kontrollierte Gebiet gehen. Die kurdischen Militanten werden die größten Verlierer sein, weil sie es mit einem US-Präsidenten zu tun haben, der seine Meinung regelmäßig ändert, bei einer Entscheidung schläft und bei einer ganz anderen aufwacht.

Ankara braucht die „Pufferzone“, um seinen Verbündeten in Syrien, die sich um den Trump-Erdogan-Vertrag sorgen, ein Angebot zu machen. Diese Gruppen hegen heute ernsthafte Bedenken betreffs ihres Schicksals. Erdogan plant, den an Landwirtschaft und Öl reichen nordöstlichen Teil Syriens an seine Stellvertretertruppen zu übergeben, damit sie auf Kosten der Kurden, der größten Verlierer, ein Stück Land haben können.

Übersetzung LZ

Erdogan besucht Putin: Friedensgespräche für Syrien in Moskau

Heute findet ein Treffen zwischen Putin und Erdogan in Moskau statt. Es geht um die Zukunft Syriens nach der Ankündigung Trumps, sich aus Syrien zurückziehen zu wollen. Aber anstatt sich über die Aussicht auf Frieden für Syrien zu freuen, heult die deutsche Presse auf, weil die USA bei der Zukunftsplanung keine Rolle mehr spielen.

Schon die Überschrift im Spiegel sagt alles: „Putin und Erdogan schachern um Syrien“. Würden die USA die Verhandlungen führen, wäre die Überschrift wohl „Friedensgespräche zu Syrien“. Aber worum geht es eigentlich?

Die Interessen der Türkei und Russlands sind gar nicht so weit auseinander. Ursprünglich wollte Erdogan zwar, dass Assad gestürzt wird und die Türkei…..

Türkische Armeeführung streitet über militärische Operation in Syrien

Bild: Der türkische General Ismail Metin Temel, der Kommandant der Operation Olivenzweig, besucht den Berg Bersaya, nördlich der syrischen Stadt Azaz nahe der Grenze zur Türkei, 29. Januar 2018.

Während die Türkei mit den Vereinigten Staaten über die Ausarbeitung einer Roadmap für das Gebiet östlich des Euphrat und Manbijs verhandelte und sich auch mit Moskau abstimmte, um grünes Licht für eine mögliche militärische Operation gegen die kurdischen Streitkräfte zu erhalten, entstand in der türkischen Armee eine ungewöhnliche Entwicklung: Vier-Sterne-General Ismail Metin Temel, der Kommandant, der die Fronten im Irak und in Syrien leitet und einen Ruf für seine Führungsqualitäten während der Operationen Euphratschild- und Olivenzweig in Syrien aufgebaut hat, und Brigg Mustafa Barut, der Kommandant der Vierten Kommandobrigade, wurden plötzlich in Bürojobs versetzt.

Türkische Zeitungen berichteten, dass sie wegen ihrer Einwände gegen…..