Trumpsche Selbstinszenierung am Hindukusch

Archivbild: US-Verteidigungsministerium/gemeinfrei

Kommentar: Kurz vor dem Jahrestag der Anschläge des 11. Septembers hat Donald Trump die Friedensgespräche mit den Taliban via Twitter stillgelegt. Dieser Schritt war fatal

Trumps Schritt macht nur folgendes deutlich: Dem US-Präsidenten geht es nicht um Frieden, sondern um Selbstinszenierung. Damit muss Schluss sein.

Nach neun Gesprächsrunden mit der politischen Delegation der Taliban im Golfemirat Katar waren sich viele Afghanistan-Beobachter einig: Der Friedensdeal steht vor der Tür, und er wird bald abgesegnet werden. Doch kurz darauf wurde abermals deutlich, wie unvorhersehbar die US-amerikanische Politik dank Donald Trump geworden ist.

Via Twitter meldete sich der US-Präsident kurz vor der Absegnung des Friedensdeals zu Wort und blies jegliche Gespräche mit den afghanischen Aufständischen ab. Als Grund nannte er einen Taliban-Anschlag in Kabul, bei dem ein US-Soldat und “elf weitere Menschen”, wie Trump schrieb, getötet wurden.

Dass der genannte Grund als Vorwand diente, war klar. Immerhin ist es…..

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