Kidnapping als Werkzeug imperialer Staatskunst?

Es ist nichts Neues, dass Imperien Geiseln nehmen und sie benutzen, um auf welche rebellische Gruppe auch immer Druck auszuüben und sie daran zu erinnern „wer der Boss ist“. Die kürzliche Verhaftung in Italien von Alexander Korshunov, einem Geschäftsdirektor der russischen United Engine Corporation (UEC) ist nichts wirklich Neues, sondern nur die jüngste in einer langen Reihe von Entführungen. Und wie ich schon 2017 erwähnt habe, ist diese Art der Schurkerei kein Zeichen von Stärke, sondern eigentlich ein Zeichen von Schwäche. Erinnert euch an die unsterblichen Worte von Michael Ledeen: „Alle zehn Jahre oder so müssen sich die Vereinigten Staaten in ein kleines, beschissenes Land vornehmen und gegen die Wand knallen, nur damit die Welt weiß, dass wir es ernst meinen.“ Nun, man könnte sagen, dass dieser kürzliche Knatsch aus Entführungen den selben Geist und das selbe Ziel zeigt, nur auf einer kleineren, individuelleren Ebene. Und schließlich geht es nicht nur um Russland, wir alle wissen vom Kidnapping von Huaweis Finanzchefin Meng Wanzhou durch kanadische Behörden.

Nebenbei, ihr fragt euch vielleicht, warum ich von „Kidnapping“ rede, wo das doch in Wirklichkeit legale Festnahmen waren, durch legitime Behörden jenes Landes, in dem die Verhaftung vorgenommen wurde? Ganz einfach! Wie ich letzte Woche bereits erwähnte, spielen Worte…..

Kommentare sind geschlossen.