Syrien: Erdogan manövriert sich in Sackgasse

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Immer wieder musste die syrische Armee die Befreiung der von Terroristen besetzten Regionen im Nordwesten des Landes auf Druck der internationalen Gemeinschaft verschieben. Die Abmachungen in Astana sollten daher zumindest eine Waffenruhe garantieren. Neben Russland und Iran, die auf Seiten von Syrien sind, ist die Türkei die Garantiemacht, die auf Seiten der islamistischen Terroristen agiert. Mit sogenannten „Beobachtungspunkten“ sollte die türkische Armee in den von Terroristen besetzten Gebieten für die Einhaltung der Waffenruhe sorgen.

Allerdings passierte danach exakt das Gegenteil: Die Terroristen intensivierten mit der Unterstützung der türkischen Armee ihre Raketenangriffe auf zivile und militärische Ziele in den befreiten Gebieten. Friedliche Zivilisten, darunter zumeist Kinder, wurden durch diese Angriffe verletzt oder getötet. Aber auch die russische Militärbasis in Latakia wurde durch immer bessere Drohnen angegriffen. Der Geduldsfaden der russischen Militärs war schon lange gerissen.

In den letzten Tagen hat die syrische Armee mit Hilfe russischer Spezialeinheiten und den Luftstreitkräften größere Gebiete befreit. Die Erdogan-Regierung sah ihre neo-osmanischen Großmachtsträume schwinden. In ihrer Verzweiflung versuchte die türkische Armee in einer Art Himmelfahrtskommando die fast schon eingekesselten Terroristen in Khan Scheichun (Chan Schaichun) mit großzügigen Waffenlieferungen zur Hilfe zu kommen. Russische Luftstreitkräfte entdeckten den Konvoi und bombardierten gezielt ein Fahrzeug der Terroristen (in den Medien wurde dieser Angriff fälschlicherweise der syrischen Luftwaffe angeheftet, was aber auch im Interesse des Kremls war), die diesen Konvoi begleitet hatten. Es war also ein Warnschuss und die türkischen Truppen begriffen, dass die Zeit der Bewegungs- und Narrenfreiheit in Syrien vorbei war. Nach dem „Zwischenfall“ gab es eine weitere Demütigung für die Türkei. Sie schickte nämlich F16-Kampfjets in den syrischen Luftraum um den Terror-Konvoi zu schützen. Aber daraufhin stiegen auch russische Su-35-Kampfjets von Latakia auf und drängten die türkischen Jets aus Syrien hinaus. Eine weitere Konfrontation hätte für die türkischen Piloten böse geendet! Hier weiter……

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