Die Ausrottung von Christen im Nahen Osten

Konvertiert, zahlt oder sterbt. Das war vor fünf Jahren die “Wahl”, welche der Islamische Staat den Christen in Mossul, der damals drittgrößten Stadt im Irak, gelassen hat: entweder den Islam anzunehmen, einer Religionssteuer* zuzustimmen oder dem Tod durch das Schwert ins Auge zu sehen. Anschließend hat der ISIS die Häuser der Christen mit dem arabischen Buchstaben ن (N) markiert, dem ersten Buchstaben des arabischen Wortes “Nasrani” (“Nazarener” oder “Christ”). Oft konnten Christen, bei ihrer Flucht aus einer Stadt, die seit 1.700 Jahren die Heimat von Christen war, nicht mehr als ihre Kleider mitnehmen.

Vor zwei Jahren wurde der ISIS in Mossul besiegt und sein Kalifat brach zusammen. Zuvor hatten die Extremisten die Stadt jedoch erfolgreich von Christen “gesäubert”. Vor dem Aufstieg des ISIS hatten dort mehr als 15.000 Christen gelebt. Im Juli 2019….

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