Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“

Welch ein Glück im Unglück. Wie üblich nach einem Zwischenfall auf Leben und Tod so auch diesmal, wie erwartet: Kaum war das Kind vom Bahnsteig auf die Gleise zu Tode gestoßen worden, saßen auch schon die Oberen in einem Glashaus mitten in einem riesigen Gelände privaten Grund und Bodens beisammen und knobelten mit Hilfe künstlicher Intelligenz daran, was gegen das unendlich zunehmend scheinende Ungemach (Feindbilder im Osten, Rassismus, Korruption, Antisemitismus, Nationalismus, rechter Populismus, Gewalt, so genannte Gefährder, Rechtsradikale und, und, und…) im deutschen Lande umgehend in Angriff genommen werden muss: Mehr Überwachung. Mehr Polizei. Null Toleranz. Zum Beispiel gegenüber Drogendealern. Vielleicht auch neue Mauern, so an Bahnsteigen? Mehr Rüstung, mehr Drohnen… Dies auf jeden Fall!

Haben sie als aufmerksamer Leser bemerkt, wie sich die Macht die Hände reibt? Sie braucht sich nur zu bücken, wo im selbst angelegten und gepflegten privaten Unkrautfeld der Vielfalt, des Pluralismus und der gesellschaftlichen Alternativlosigkeit immer noch jene Giftpflanzen sprießen, die man benötigt, um das kleine Volk in Angst und Apathie zu halten, es als Konsumenten…..

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