Neuer Kapitän für ein sinkendes Britannien

Der neue britische Premierminister Boris Johnson wird von vielen als “der britische Trump” bezeichnet. Es ist ein simpler Vergleich, angesichts ihrer eigenwilligen, konfrontativen Stile, ihrer markanten blonden Haare, ihrer Stammespolitik und ihrer fremdenfeindlichen Politik.

Aber sie sind nicht gleich. Johnson ist ein gebildetes, geistreiches Produkt der besten britischen Bildungseinrichtungen Eton und Oxford, das seine Gelehrsamkeit und seine Wurzeln in der Oberschicht herunterspielt. Trump ist genau das Gegenteil. Aber beide sind perfekte Entertainer, was in der heutigen TV-Politik unerlässlich ist.

Trump und Johnson haben die politische Lizenz, unverschämt zu handeln und Tabus zu äußern, die andere Politiker aus dem Amt werfen würden. Letzte Woche rühmte sich Trump gegenüber Pakistans Staatschef Imran Khan, dass er zehn Millionen Menschen in Afghanistan töten könnte, wenn er den 18-jährigen Krieg dort wirklich beenden wolle. Die amerikanischen Schoßhundmedien haben diese völkermörderische Drohung durch einen Führer, dessen Bezug zur Realität nachzulassen scheint, kaum bemerkt.

Boris Johnsons Anspruch auf Ruhm liegt in seinem leidenschaftlichen….

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