Die Assange-Anklage liefert eine Blaupause dafür, wie Journalisten kriminalisiert werden

Vergangene Woche legte die US-Regierung eine achtzehn Punkte umfassende Anklage gegen den WikiLeaks-Gründer Julian Assange vor. Unter anderem wird er nach dem Spionagegesetz von 1917 dafür angeklagt, 2010 eine Flut an Geheimdokumenten zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie die diplomatische Kommunikation Dutzender Nationen veröffentlicht zu haben. Die Rechtstheorien hinter der Anklageschrift und die möglichen Konsequenzen des Falls sind derart extrem und beispiellos, dass selbst viele der heftigsten Assange-Kritiker stark besorgt reagierten.

Die neue Anklage steht nicht im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Unterlagen aus dem Clinton-Wahlkampflager, Unterlagen der Demokratischen Partei oder sonstigen Aktivitäten von WikiLeaks während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs von 2016. Stattdessen bezieht sie sich ausschließlich auf die Veröffentlichung eines gewaltigen Archivs klassifizierter Unterlagen des amerikanischen Staats, Papiere, die eine Vielzahl zuvor unbekannter, aber hochgradig signifikanter Informationen über Kriege, Regierungen und…..

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