Trump bedroht nicht nur China, den Iran und Venezuela mit Sanktionen

Trump bedroht nicht nur China, den Iran und Venezuela mit Sanktionen – Chronik einer Politik, die unvermeidlich ins Chaos führen wird

Von Peter Koenig

Nach Meinung des Wirtschaftswissenschaftlers Peter Koenig werden die Rundumschläge des US-Präsidenten Trump den Untergang des US-Imperiums nur beschleunigen.

Am 10. Mai hat Präsident Trump die Zölle auf in die USA importierte chinesische Waren im Wert von rund 200 Milliarden Dollar willkürlich von bisher 10 Prozent auf bis zu 25 Pro­zent erhöht. Diese Aktion macht keinen Sinn, weil China diese Maßnahme jederzeit mit viel wirksameren Gegenmaßnahmen kontern kann. Außerdem sind diese willkürlichen Zollerhöhungen der USA eigentlich „Sanktionen“, also illegal. Völlig unabhängig von ihrer Illegalität gibt es außerdem keinen einzigen ernstzunehmenden Wirtschaftswissenschaft­ler auf der Welt, der Zollerhöhungen im internationalen Handel zwischen „vernünftig re­gierten Staaten“ aus welchen Gründen auch immer befürworten würde – und schon gar nicht, wenn nur ein bestimmter Staat damit bestraft werden soll. Sanktionen sind nur ge­eignet, Partner zu vergraulen. Und China ist nicht irgendein Partner der USA, sondern ihr wichtigster Handelspartner.

Die neuen Zollerhöhungen werden die US-Verbraucher kaum zu spüren bekommen. Die Gewinnspannen der US-Zwischenhändler und Importeure chinesischer Waren sind so rie­sig und die Konkurrenz, die sie sich gegenseitig in den USA machen, ist so groß, dass die Zollerhöhungen kaum den Verbrauchern aufgebürdet werden können. Deshalb werden vor allem US-Wirtschaftsunternehmen unter möglichen chinesischen Vergeltungsmaßnah­men zu leiden haben.

Trump verhält sich wie ein verzogenes Kind, wird seinen Willen aber auch nicht mit weite­ren Trotzreaktionen durchsetzen können. Er weiß offensichtlich nicht, was er damit anrich­tet, und noch weniger, was er zu erwarten hat.

Zurück zum Handel mit China. China hat fast eine Million Möglichkeiten…..

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