Grenzwerte fallen nicht vom Himmel

Kaum jemand kennt die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung. Ihre Empfehlungen freuen die Telekombranche – und sie verfügt auch bei der aktuellen 5G-Debatte in der Schweiz über Deutungshoheit.

Installation einer 5G-Antenne der Swisscom in Bern. Foto: Peter Klaunzer, Keystone

5G – die fünfte Mobilfunkgeneration wird in diesem Jahr ausgerollt, so nennt sich das in der Telekombranche. Die Schweiz wird mit vielen neuen Mobilfunkantennen ausgestattet, damit man auch auf der Alp Videos und Musik streamen kann. Doch der Widerstand wächst, viele erleben das Ausrollen als Überrollen. Am Freitag findet in Bern eine nationale Kundgebung unter dem Motto «Stop 5G» statt. Eine der Hauptforderungen lautet, schweizweit ein 5G-Moratorium zu erlassen. Die Kantone Genf, Waadt und Jura haben schon eins verhängt. In Bern, St. Gallen, Schwyz und im Aargau sind entsprechende Vorstösse hängig.

Derweil versucht Swisscom-Chef Urs Schaeppi zu kontern. Er sagt, die Kantone hätten gar nicht das Recht, Moratorien zu verhängen. Sie verstiessen damitgegen….

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