Alle Fälscher sind gleich, aber einige sind gleicher als andere.

Der Fall von Claas Relotius, einem preisgekrönten Spiegel-Autor, der dabei erwischt wurde, Belletristik zu schreiben und sie als wahre Geschichten zu verkaufen, schien ein Wendepunkt in der Welt des Journalismus zu sein. Doch schon bald war es nur noch eine Nachricht von Gestern. Und wie Thomas Beschorner von der Universität St. Gallen in der Schweiz schrieb, war es zunächst überraschend, dass die Menschen das Lügen in den Medien so überraschend fanden. “Wissenschaftler manipulieren Forschungsergebnisse, Manager lügen. Wir wissen alle, dass sowas passiert. Überall, bloß im Journalismus nicht?”

Etwas paradox, denn angesichts seiner Annahme, dass Lügen Routine und üblich seien, fuhr derselbe Prof. Beschorner fort: “Ob dies ein Einzelfall oder ob das Problem systemisch und damit weit verbreitet ist, wissen wir noch nicht.”

Dann wurde ein ähnlicher Fall entdeckt. Dirk Gieselmann, ein preisgekrönter Mitarbeiter des Magazins der Süddeutschen Zeitung, hatte in…..

….passend dazu…..
Wie der öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland die Öffentlichkeit gestaltet

In 2017 erstellte Elisabeth Wehling im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Senders ARD in Deutschland ein vierteiliges Framing-Manual. Dieses Framing-Manual gibt Anweisungen wie der öffentlich-rechtlichen Rundfunk positiv dargestellt werden kann. Framing kommt aus der Kommunikationswissenschaft und beschreibt wie Aussagen in einen Kontext eingebettet werden können um bestimmte Assoziationen hervorzurufen. [1] [2] [3] [4] [5]

  1. Teil 1 Unser Rundfunk ARD (Legitimation) [1,p.23]
  2. Teil 2 Freiheit (Unabhängigkeit) [1,p.43]
  3. Teil 3 Beteiligung (Beitragsakzeptanz) [1,p.51]
  4. Teil 4 Zuverlässigkeit (Reform & Zukunft) [1,p.64]

[1,p.6] Im Februar 2019 wurde das Framing-Manual von Elisabeth Wehling durch Netzpolitik.org veröffentlicht. Das Handbuch dient jedoch nicht dazu die…..

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