Asylhochburg Schweiz

Die neue Justizministerin Karin Keller-Sutter lässt sich nach wenigen Wochen im Amt bereits als Asyl-Hardlinerin feiern. Etwas verfrüht, wie eine Bestandesaufnahme zeigt.

Es hörte sich an wie eine Erfolgsmeldung, als Karin Keller-Sutter bei ihrer Rede zu den ersten hundert Tagen ihrer Amtszeit verkündete: Dank intensiver Verhandlungen könnten Asylbewerber aus Afghanistan wieder zwangsweise in ihre Heimatländer zurückgeführt werden. Ein paar Tage später liess sich ihr Staatssekretariat für Migration (SEM) vom Blick als Abschiebe-Europameister feiern – das Blatt zitierte dabei aus einem internen Papier, in dem sich das SEM selber hochjubelte, weil die Schweiz das effizienteste Land beim Vollzug von Wegweisungen sei. 56 Prozent der abgewiesenen Asylbewerber würden in ihr Herkunftsland zurückgeschafft, steht offenbar darin.

Nur, was ist aus den restlichen 44 Prozent geworden? Tatsache ist, dass…..

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