Swiss Connection der AfD – Mit krimineller Energie

Der Immobilientycoon Henning Conle aus Zürich soll hinter Spenden an die AfD stehen. Ulrich Müller von der NGO Lobbycontrol erklärt die Verbindung des Grossbürgertums zum Rechtspopulismus und die Notwendigkeit von Transparenz in der Parteienfinanzierung – auch in der Schweiz.

«Wenn man an der Oberfläche kratzt, kommt immer die Goal AG hervor»: Der gut überwachte Sitz der SVP-Werbeagentur im zürcherischen Andelfingen.Foto: Ursula Häne

WOZ: Ulrich Müller, letzte Woche machten der «Tages-Anzeiger» und andere Medien den Spender für AfD-Fraktionschefin Alice Weidel publik. Hat es Sie überrascht, dass es sich um einen deutschen Milliardär handelt, der in Zürich wohnt?
Ulrich Müller: Nein, überrascht hat es mich nicht. Nur der Name Henning Conle als Parteispender war mir neu. Wir sind schon länger davon ausgegangen, dass es Oberschichtennetzwerke sind, die die AfD verdeckt unterstützen.

Wenn Sie von Netzwerken sprechen: Gehen Sie davon aus, dass Conle nicht der einzige verdeckte Geldgeber der AfD ist?
Wir wissen jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass Conle der Wahlkampfspender für Weidel war. Auch im Fall der Unterstützung des Parteivorsitzenden Jörg Meuthen gibt es Verbindungen zu Conle. Ungeklärt ist die Finanzierung des Wahlwerbevereins «Recht und Freiheit», der für die AfD Werbung in der Höhe von mehr als zehn Millionen schaltete. Da ist schon anzunehmen, dass es mehrere….

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