Der Ausbruch der Ebola im Kongo steht kurz davor, zu einem globalen Notfall zu werden

In den letzten Monaten haben die Experten des Gesundheitswesens behauptet, dass der tödliche Ausbruch des Ebola-Virus, der den Kongo verwüstet hat, nicht zu einer globalen Gesundheitsbedrohung werden wird.

Die jüngsten Ereignisse und Aktualisierungen zeichnen jedoch ein weniger optimistisches Bild.

https://i0.wp.com/www.zerohedge.com/s3/files/inline-images/ebola-1.jpg?resize=412%2C275&ssl=1Der Kongo ist für Afrika ein wichtiges Durchreise- und Handelszentrum. Der Ausbruch des Ebola-Fiebers in den beiden nördlichen Provinzen Kivu und Ituri, so hieß es, würde lediglich regionalen Charakter haben. Immerhin ist diese Region zwischen diversen Warlords und der Regierung umkämpft und verhinderte deshalb bislang eine zu weite Verbreitung des Virus.

Andererseits herrscht aufgrund von Aberglaube und Misstrauen kein gutes Verhältnis zwischen der lokalen Bevölkerung und den Ärzten. Dies erschwert jedoch die Bekämpfung und Eindämmung der Infektionskrankheit massivst.

Nun gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angesichts dieser Tatsachen und der jüngeren Entwicklungen eine warnende Stellungnahme heraus. Diese hört sich deutlich pessimistischer an als das, was bislang verkündet wurde. Denn in letzter Zeit gab es einen starken Anstieg der Infektionsfälle durch das tödliche Virus, so dass die Gefahr einer Ausbreitung in andere Länder deutlich gewachsen ist, wie die WHO-Experten schreiben. Eine Warnung, die man nicht außer Acht lassen sollte.

Inzwischen avancierte dieser Ausbruch der tödlichen Viruserkrankung zur zweittödlichsten nach jenem in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016, als insgesamt 11.300 Menschen starben. Mit Stand 15. April waren es 821 registrierte Todesfälle bei insgesamt 1.273 Infizierten. Doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht und nicht nur die WHO warnt vor einer Verbreitung über die Landesgrenzen, sondern auch das Rote Kreuz.

Gerade durch die immer wieder stattfindenden Kampfhandlungen in der Region gibt es Fluchtbewegungen, die eine Ausbreitung des Ebola-Fiebers begünstigen. Die stark ansteckende Krankheit könnte so auch durch Migranten und Flüchtlinge in andere Länder gelangen. Unter Umständen auch nach Europa, zumal die Inkubationszeit den Infizierten genügend Zeit gibt, weiterzureisen.

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