Schweigen tötet

WikiLeaks Was auch immer man von Julian Assange halten mag, seine Auslieferung an die USA kann man nur ablehnen

Staaten, die Verbrechen im Ausland begehen, sind auf zumindest stillschweigende Duldung angewiesen. Es gibt verschiedene Wege, diese zu erreichen. Besonders beliebt ist es, die Opfer dieser Verbrechen zu den „Anderen“ zu erklären und ihnen ihr Menschsein abzusprechen – weil ihr Leid und ihr Tod nicht hinnehmbar wären, würde man sie sich als ganz normale Menschen vorstellen, die sich in nichts von den eigenen Nachbarn unterscheiden. Oder man stellt sie als Verräter dar, die mit feindlichen Mächten im Bunde stehen. Oder man verschleiert die Folgen von Kriegen im Ausland und stellt sicher, dass die Bevölkerung möglichst nichts von den Verbrechen erfährt, die in ihrem Namen begangen werden.

Darum geht es bei der versuchten Auslieferung von Julian Assange an die USA. 2010 lud die damalige Soldatin Chelsea Manning hunderttausende geheimer….

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