Wenn jetzt ein Krieg kommt …

… – sagn’s, was g‘schieht dann mit mein‘m Hund?« 1968, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, sang der Wiener Kabarettist Georg Kreisler das Lied über Herrn Meier, der sich wegen eines möglichen Atomkrieges um seinen Hund sorgt. Seither sind 50 Jahre vergangen und der totgeglaubte Kalte Krieg ist wieder auferstanden. Die Sorge, dass der neue Kalte Krieg plötzlich heiß wird, ist so abwegig nicht. Es gibt die Supermacht USA, welche über ein gewaltiges militärisches Potential verfügt, aber gleichzeitig mit unvorstellbaren 21 Billionen Dollar verschuldet ist, wobei hier keinesfalls amerikanische »billions« gemeint sind, sondern die mit zwölf Nullen. Unter dem derzeitigen Präsidenten wird sich der Schuldenberg gewiss nicht verkleinern, weshalb man auf die verführerische Idee kommen könnte, das Schuldenproblem militärisch zu lösen – mit einem externen Amoklauf. Das Deutsche Reich hat übrigens im Zweiten Weltkrieg diese Lösung, anfangs mit Erfolg, ausprobiert.

Es gibt die Großmacht Russland, welche immer noch über ein beachtliches militärisches Potential verfügt, jedoch nicht mehr wie die Sowjetunion über das Glacis, jene strategischen Zwischenräume, die das eigene Land vom potentiellen Gegner trennt. Die Gebiete sind heute weitgehend unter der Dominanz der NATO. Wie bedrohlich Russland die Situation empfindet, zeigte sich, als absehbar wurde, dass die Krim zum NATO-Aufmarschgebiet werden würde.

Es gibt die aufsteigende Großmacht China, die in ihrer Geschichte besonders…..

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