Wie Moskau das Vertrauen in den Westen verlor

Boris Jelzin (Mitte) brauchte Geld, Bill Clinton wollte Nato nach Osten erweitern © flikr

Oppositionspolitiker Alexander Lukin: Der Westen zahlt einen hohen Preis für sein widersprüchliches Verhalten gegenüber Russland.

Die Beziehungen zwischen Russland, Westeuropa und den USA befinden sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion auf einem Tiefpunkt. Wer aber ist dafür verantwortlich, dass Russland seine anfänglich prowestliche respektive amerikafreundliche in eine feindliche Haltung geändert hat? Diese Frage stellt sich der prominente russische Oppositionspolitiker Alexander Lukin in der US-amerikanischen Zeitschrift «The National Interest» (1)

Lukin war Botschafter der Russischen Föderation in Washington (1992 bis 1993) und erlebte den Beginn der Präsidentschaft von Bill Clinton vor Ort. Der US-Präsident unterstützte den damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin. Sein Ziel war es, das wichtige postsowjetische Russland zu einer pro-amerikanischen Nation zu machen.

Angst vor einer «roten» Machtübernahme

Die russischen Präsidentschaftswahlen von 1996 spielten eine…..

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