Steckt Macron hinter Chalifa Haftars Marsch auf Tripolis?

Libysche Ölfelder, Pipelines und Raffinerien. Karte: NordNordWest, Yug. Lizenz: CC BY-SA 3.0

EU-Parlamentspräsident Tajani wirft Frankreich einen “dramatischen historischen Fehler” vor

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani, der der italienischen Forza Italia und der christdemokratischen EVP-Fraktion angehört, hat sich in einem Interview mit dem Fernsehsender Sky TG24 indirekt hinter den italienischen Innenminister Matteo Salvini von der Konkurrenzpartei Lega und der Konkurrenzfraktion ENF gestellt. Hintergrund ist der Streit um die aktuellen Vorgänge in Libyen.

Salvini hatte vorher unter Bezugnahme auf Geheimdienstinformationen gemeint, es gebe ein Land, das um seiner eigenen ökonomischen Vorteile willen eine militärische Lösung in Libyen anstrebt. Dabei spielte er auf Frankreich an. Dieser nordwestliche Nachbar Italiens nutzt Beobachtern wie Bernd Schröder zufolge “sein regionales ‘G5 Sahel’-Antiterror-Mandat, um seinen Einfluss in die Nähe der südlibyschen Grenze auszudehnen, indem es Rebellengruppen im Norden des Tschad bombardiert und [dem Warlord Chalifa] Haftar stillschweigend Unterstützung gewährt” (vgl. Libyen am Scheideweg):

Ende Januar weilte der französische Präsident Emmanuel Macron zum Staatsbe…..

 

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