Krieg in Libyen: Warlord rückt vor

Bomben auf Tripolis. Private »Libysche Nationalarmee« greift Hauptstadt an

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Im achten Jahr nach dem von der NATO erzwungenen Sturz von Muammar Al-Ghaddafi geht der Krieg in Libyen weiter. Seit voriger Woche kämpfen verfeindete Streitkräfte und Milizen um die Herrschaft über die Hauptstadt Tripolis und das diese umgebende Gebiet. Am Montag habe es Luftangriffe auf den Flughafen Mitiga gegeben, wie die Deutsche Presseagentur berichtete. Ein zweistündiger Waffenstillstand, den die UNO am Sonntag vorgeschlagen hatte, blieb offenbar weitgehend unbeachtet. Die Kampfpause hätte dazu dienen sollen, Verletzte in Sicherheit zu bringen und Zivilisten zu evakuieren. Bis Montag mittag wurden insgesamt mindestens 49 Menschen getötet. Laut UNO flohen bereits 2.900 Menschen aus der Region Tripolis vor den Gefechten.

Hauptkontrahenten sind die von der »internationalen Gemeinschaft«…..

….passend dazu…..
Die nächste Runde im libyschen Krieg

Mit der erneuten Eskalation des Bürgerkriegs in Libyen stehen die dortigen Einflussbemühungen Berlins und der EU endgültig vor einem Scherbenhaufen. Insbesondere die Bundesrepublik hatte sich schon vor Jahren für die Einsetzung der “Einheitsregierung” stark gemacht, die nun von Truppen des ostlibyschen Generals Khalifa Haftar aus der Hauptstadt Tripolis verjagt zu werden droht. Allerdings waren Berlin und Brüssel nur an einer Anlaufstelle für die Flüchtlingsabwehr interessiert; dies habe dem offiziellen Ziel, “zur Wiederherstellung einer funktionierenden Regierung beizutragen”, “direkt entgegen[gestanden]”, urteilt ein Experte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Vom Westen nicht nur im Stich gelassen, sondern auch aktiv sabotiert, sei die Einheitsregierung faktisch eine leichte Beute für Mafia-Milizen geworden. Paris hingegen, von der Chancenlosigkeit der Einheitsregierung überzeugt, unterstützte bereits früh die…..

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