Es passiert: Der gefährlichste Vulkan Nordamerikas bricht gerade aus

Der Mt. Popocatepetl nahe Mexico City steht schon seit langer Zeit unter massiver Beobachtung. Könnte es sein, dass wir uns jetzt am Rande des zerstörerischsten Vulkanausbruchs in der modernen Geschichte Nordamerikas befinden? Am Montagabend um genau 21:38 Uhr kam es zu einer massiven Explosion am Vulkan. Der Popocatepetl schickte eine Säule aus Vulkanasche in den Himmel – beinahe 1,5 Kilometer hoch. Aktuelle Bilder sehen Sie in der Livecam.

https://i1.wp.com/www.zerohedge.com/s3/files/inline-images/Mt.-Popocatepetl-Eruption-YouTube-Screenshot.jpg?resize=362%2C204&ssl=1Die mexikanischen Behörden haben eine „gelbe Alarmmeldung“ herausgegeben, und sie weisen jeden an, sich mindestens 12 Kilometer vom Krater entfernt aufzuhalten. Sie betonen, dass die Bedrohung nicht vorüber ist. Man hat bereits einen Evakuierungsplan für die ganze Region herausgegeben. Und wenn ein viel größerer Ausbruch folgt, könnte die Verwüstung enorm sein. Mexiko-Stadt ist nur 70 Kilometer vom Vulkan Popocatepetl entfernt und ungefähr 25 Millionen Menschen leben im Umkreis von 100 Kilometern um den Krater.

Man kann sich ausrechnen, was bei einer größeren Eruption geschieht. Zumal man nicht vergessen darf, dass der Popocatepetl Teil des Pazifischen Feuerrings ist, der seit einiger Zeit ohnehin wieder so aktiv wie schon sein Ewigkeiten nicht mehr ist. Die Wahrscheinlichkeit eines schlimmeren Ausbruchs ist also durchaus gegeben. Man muss nur an andere Vulkaner in der Region denken, die kürzlich erst ausbrachen.

Wissenschaftler warnen schon vor so einer Katastrophe: „Popocatepetl gilt als der bedrohlichste Vulkan in Nordamerika, was explosive Aktivitäten und Bevölkerungsgefahren anbelangt. Sein aktuelles eruptives Verhalten im niedrigen oder mittleren Maßstab kann relativ schnell zu einem großen, katastrophalen Plinianischen Ausbruch führen, dem größten und heftigsten aller Arten von Vulkanausbrüchen.“

Um sich vorzustellen, was man unter solch einer „Plinianischen Eruption“ versteht, sollte man einen Blick in die Geschichte werfen. Der verheerende Ausbruch des Vesuv im Jahr 79, der unter anderem Pompeii unter einer Lavaschicht bedeckte, gilt als Paradebeispiel dafür. Dieser Ausbruch wurde von Plinius dem Jüngeren beschrieben. Plinianische Eruptionen sind durch Kolonnen von vulkanischen Trümmern und heißen Gasen gekennzeichnet, die hoch in die Stratosphäre, die zweite Schicht der Erdatmosphäre, ausgestoßen werden. Die Hauptmerkmale sind der Ausstoß großer Bimssteinmenge und sehr starke kontinuierliche Gasausbrüche.

In der Sprache der Azteken bedeutet Popocatepetl so viel wie „Rauchender Berg“. Er verursachte in antiken Zeiten „Tsunamis aus heißem Schlamm“, der ganze aztekische Städte samt deren Pyramiden vergrub. Doch seit vielen Jahrhunderten kam es nicht mehr zu solch desaströsen Eruptionen. Nach einer langen Ruhezeit wurde er ab den 1990er-Jahren wieder aktiv und befindet sich derzeit offenbar in einer sehr aktiven Phase. Für die rund 25 Millionen Menschen in seiner direkten Umgebung könnte ein solcher explosiver Ausbruch, wie es schon früher öfters stattfand, tödlich sein.

It’s Happening: Most Dangerous Volcano In North America Just Erupted, Shot Ash A Mile Into Sky Contra-Magazin

Kommentare sind geschlossen.