Dr. Daniele Ganser: Energie und Humanismus (Salzburg 27.10.2018)

Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser sprach am 27. Oktober 2018 in Salzburg über Energie und Humanismus.

Humanisten befürworten eine optimale Entfaltung der menschlichen Fähigkeiten durch Bildung und Aufklärung. Humanisten glauben, dass der Mensch fähig ist, sich selbst und die Welt zu verbessern.

Humanisten befürworten eine optimale Entfaltung der menschlichen Fähigkeiten durch Bildung und Aufklärung. Humanisten glauben, dass der Mensch fähig ist, sich selbst und die Welt zu verbessern.

Ganser erklärt, dass es im Bereich äussere Energien wichtig ist, die nicht erneuerbaren Energien Erdöl, Erdgas, Kohle und Atomenergie zu verlassen und eine Welt aufzubauen, die durch 100% erneuerbare Energien versorgt wird. Das brauche Zeit. Aber es sei möglich.

Die inneren Energieflüsse sind für den Menschen schwieriger zu erkennen. Ganser erklärt im Vortrag, dass wir unsere Achtsamkeit stärken können, indem wir unsere Gedanken und Gefühle aus einer gewissen Distanz beobachten und uns nicht mit ihnen identifizieren. Wir sind nicht unsere Gedanken. Wir sind auch nicht unsere Gefühle. Wir sind das Bewusstsein, in dem Gedanken und Gefühle aufsteigen und wieder vergehen.

Ganser erklärt, der eigene Verstand könne als Hund visualisiert werden. Wenn der Hund schlecht erzogen ist, rennt er ohne Kontrolle in der Gegend herum. Ähnlich können sich Gedanken verhalten und viel Unruhe stiften, wenn sie ohne Führung sind. Um den inneren Energiefluss zu verbessern, sei es wertvoll, den eigenen Hund/Verstand zu erziehen und die Gedanken bewusst in Richtung Frieden zu lenken.

Durch Kriegspropaganda wird immer wieder Angst und Hass geschürt, erklärt Ganser und zeigt konkrete Beispiele wie die ABC-Lüge vor dem Angriff der USA auf den Irak 2003. Wer jedoch durch Achtsamkeit seine Gedanken und Gefühle beobachtet, fällt weniger schnell auf Kriegslügen herein und verliert dadurch weniger innere Energie.

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