Beweise für einen menschlichen geomagnetischen Sinn

Wissenschaftler entwickeln ein robustes Experiment, das zeigt, dass menschliche Gehirnströme auf Veränderungen von Magnetfelder der Erde reagieren.

Wir denken an unsere fünf Sinne als Vision, hören, schmecken, riechen und berühren, aber Menschen spüren auch Temperatur, Gleichgewicht, Schwerkraft, Schmerzen und andere Reize. Forscher vom Caltech, finanziert durch das Radiobio-Programm von Darpa, fügen jetzt magnetismus zu dieser Liste hinzu. Laut dem Caltech-Team und Partner an der Universität Tokio sind viele Menschen in der Lage, Veränderungen in den magnetischen Feldern der Erde unbewusst zu erkennen.

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Viele Menschen sind in der Lage, unbewusst Veränderungen in erdstärkeren Magnetfeldern zu erkennen, so Wissenschaftler von Caltech und der Universität Tokio.

“Viele Tiere haben Magnetrezeption, also warum nicht wir”, fragt Connie Wang, Caltech-Diplomandin und Hauptautorin der eNeuro-Studie. Zum Beispiel nutzen Honigbienen, Lachse, Schildkröten, Vögel, Wale und Fledermäuse das geomagnetische Feld, um ihnen bei der Navigation zu helfen, und Hunde können trainiert werden, um vergrabene Magnete zu finden. Es ist seit langem die Theorie, dass Menschen eine ähnliche Fähigkeit haben können. Trotz einer Vielzahl von Forschungen, die in den 80er Jahren versuchten, darauf zu testen, wurde es jedoch nie schlüssig nachgewiesen.

“Aristoteles beschrieb die fünf Hauptsinne als Vision, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten”, sagt Kirschvink, Co-Autor der eNeuro-Studie und Nico und Marilyn Van Wingen Professor für Geobiologie. “Er berücksichtigte jedoch nicht die Schwerkraft, Temperatur, Schmerz, Gleichgewicht und mehrere andere innere Reize, von denen wir heute wissen, dass sie Teil des menschlichen Nervensystems sind. Unsere tierische Abstammung argumentiert, dass auch geomagnetische Feldsensoren vorhanden sein sollten, die nicht den sechsten Sinn repräsentieren, sondern vielleicht den zehnten oder elften menschlichen Sinn, den es zu entdecken gilt.”

Um festzustellen, ob Menschen Magnetfelder wahrnehmen, bauten Kirschvink und Shimojo eine isolierte, Hochfrequenz geschützte Kammer und ließen die Teilnehmer eine Stunde lang in Stille und völliger Dunkelheit sitzen. Während dieser Zeit verschoben sie das Magnetfeld lautlos um die Kammer und maßen die Gehirnströme der Teilnehmer über Elektroden, die an 64 Stellen auf ihren Köpfen positioniert waren.   Hier weiter……..

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