kontertext: Verleger wollen Bauern werden

Die Schweizer Verleger kämpfen um ein Leistungsschutzrecht. Das wäre, wie wenn die Landwirtschaft zur Käseunion zurückkehren würde.

Andreas Häuptli, der Geschäftsführer der Schweizer Medien, hat eine Mission: Er kämpft im Namen der grossen Schweizer Zeitungsverlage dafür, dass sie von Google und Facebook entschädigt werden. Er will, dass die Schweizer Verleger «auf Augenhöhe mit den Silicon-Valley-Playern verhandeln», wie er im Februar-Newsletter seines Verbands und auf der Website von Schweizer Medien schreibt. An sich ist es ja schon bemerkenswert, dass Häuptli offenbar Firmen wie die Akeret Verlag + Druck AG (Andelfinger Zeitung), die az Verlags AG (Schaffhauser az), die Bote der Urschweiz AG (Bote der Urschweiz) oder die Druckerei Appenzeller Volksfreund (Appenzeller Volksfreund) – alles Mitglieder von Schweizer Medien – auf «Augenhöhe mit den Silicon-Valley-Playern» sehen will. Aber Häuptli fordert mehr: Er fordert «einen fairen Deal zwischen den internationalen Plattform-Giganten und der Schweizer Medienbranche».

Im ersten Moment klingt das ja gut: Die braven Eidgenossen fordern als wackere….

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