Beweise für deutsche Waffen im Jemen

Deutsche Waffen spielen im Jemen-Krieg eine weitaus größere Rolle als bislang bekannt. Das fand ein Rechercheteam unter Beteiligung der DW heraus. Die Bundesregierung versichert, sie habe davon keine Kenntnis. Von Nina Werkhäuser und Naomi Conrad.

Ein Oshkosh mit Fewas-Waffenstation in der Nähe der jemenitischen Hafenstadt Hodeida (vorne im Bild). Foto: epa/efe /Rex Deutsche Waffen töten im Jemenkrieg: Amnesty International wirft den Vereinigten Arabischen Emiraten vor, jemenitische Milizen mit importierten Rüstungsgütern zu versorgen. Die Waffen kommen aus dem Westen – auch aus Deutschland.

Ein Militär-Konvoi rattert über eine staubige Straße im Süden des Jemen. Von den offenen Jeeps winken Soldaten in sudanesischen Uniformen. Einige von ihnen zeigen lachend das Siegeszeichen und recken ihre Gewehre in die Luft. Es sind Söldner aus dem Sudan, die über die Meerenge Bab al-Mandab gekommen sind, um im Jemen-Krieg zu kämpfen.

An der Seite der von Saudi-Arabien geführten Koalition, die die jemenitische Regierung unterstützt, ziehen sie gegen die Huthi-Rebellen ins Feld. Seit 2015 tobt der Krieg im Jemen, dem bereits Tausende Zivilisten zum Opfer gefallen sind. Die Vereinten Nationen sprechen von der schlimmsten humanitären Krise unserer Zeit. Millionen Jemeniten sind vom Hungertod bedroht, vor allem Kinder.

Waffenstationen aus deutscher Produktion

Die Nachrichtenagentur AP hat den Konvoi im November 2015 in der Nähe der …..

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