5 News wie eine “Bombe” – Russland lässt Fakten sprechen

Mehrere aktuelle wirtschaftliche Nachrichten aus Russland – die wie eine “Bombe” eingeschlagen sind.

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1.) Russlands Goldreserven erreichen absoluten Rekord und betragen heute laut der russischen Zentralbank: 2.170 Tonnen Gold (oder 91,64 Milliarden Dollar im Äquivalent). Zudem sind die russischen Währungs- und Goldreserven zusammengerechnet heute insgesamt 482,8 Milliarden $ (Quelle-1 & 2), diversifiziert in unterschiedliche Währungen & Anlageklassen, und kaum mehr in US-Dollar.

2.) Zum ersten mal in der Geschichte hat ein westeuropäischer Energiekonzern (aus Europa!) Erdgas aus Russland in russischen Rubel gekauft – und nicht in US-Dollar oder Euro, und zwar über die direkte Russland-basierende Börsenplattform von “Gazprom-Export”. Laut dem russischen Energiekonzern Gazprom hat das westeuropäische Unternehmen 80 Millionen Kubikmeter eingekauft – für Rubel.

3.) Im Februar lieferte der private russische Flüssiggas-Produzent “Novatek” rekordhohe 1,41 Mio. Tonnen Flüssiggas (umgerechnet 1,83 Milliarden Kubikmeter Gas) nach Europa, wobei sogar Katar als Hauptversorger Nummer eins in Europa verdrängt wurde. Dabei verfehlten die USA, die nur 9 Flüssiggas-Partien in Höhe von 0,64 Mio. Tonnen nach Europa lieferten, sogar den Sprung in die Top 3 und blieben sogar hinter Algerien und Nigeria zurück. Indem Europa gezwungen wurde, Flüssiggasterminals (LNG) zu bauen, erwiesen die USA der Russischen Föderation einen sehr guten Dienst, wie man sieht.

4.) Und was noch heftiger ist – ist der Grund dafür. Der Preis des russischen Flüssiggases ist 2 bis 2,5 mal günstiger als Flüssiggas aus den USA – wie sich nun herausgestellt hat. Im Ergebnis liefert Novatek Flüssiggas zu einem Preis von 3,15 Dollar pro mmBtu nach Europa. Bei den US-Amerikanern ist es mehr als doppelt so teuer: 7-8 Dollar. Daa heißt – das russische Flüssiggas von “Novatek” hat den Europäern im Februar umgerechnet ca. 120 Dollar je 1.000 Kubikmeter gekostet, während das US-Flüssiggas aus den USA für umgerechnet 265 bis 305 Dollar je 1.000 Kubikmeter angeboten wurde. Die Europäer können scheinbar gut rechnen – und kauften den USA zum Trotz russisches Flüssiggas in Tankern ein.

Im Februar kostete Flüssiggas aus Russland sogar weniger als Rohrgas – der Gazprom-Preis lag bei etwa 230 Dollar pro 1000 Kubikmeter bzw. 6,4 Dollar pro mmBtu gegenüber 3,15 Dollar pro mmBtu (120 Dollar je 1000 Kubikmeter) bei Novatek. Allerdings kann Flüssiggas auf lange Sicht nicht mit dem Rohrgas und den angebotenen Rohrgas-Mengen von Gazprom konkurrieren. Die projizierte Kapazität von Yamal LNG liegt bei rund 23 Mrd. Kubikmeter pro Jahr. Mit der Inbetriebnahme der Gasleitung Nord Stream 2 wird die gesamte Liefermenge nach Europa auf etwa 235 Mrd. Kubikmeter pro Jahr steigen.

Perspektive: Zur Stärkung der Position Russlands auf dem Weltmarkt sollen bis 2025 drei weitere Projekte gestartet werden – „Arctic LNG 2“, „Baltic LNG“ sowie der Ausbau der Flüssiggas-Produktion im Fernen Osten. Die Gesamtkapazität soll bei 41,2 Mio. Tonnen LNG (umherechnet 53,6 Milliarden Kubikmeter Gas) liegen, wie der russische Energieminister Alexander Nowak berichtete. (Quelle-4)

Doch auch der besagte private russische Erdgas-Konzern “Novatek” hat große Pläne. Bei der Konferenz IP Week in London kündigte “Novatek”-Finanzdirektor Gyetvay an, die Flüssiggasproduktion bis 2030 auf 70 Mio. Tonnen LNG pro Jahr (umgerechnet ca. 91 Milliarden Kubikmeter Gas) auszubauen (statt den bisher geplanten 50-57 Mio. Tonnen).

5.) Zudem wurde vor wenigen Tagen von Russland bestätigt: Der Anteil von russischem Gas auf dem EU-Energiemarkt ist 2018 nach Angaben des Konzerns Gazprom im Vergleich zum Vorjahr um +2 % auf 36,7 % gewachsen. 201,8 Milliarden Kubikmeter seien im vergangenen Jahr nach Europa exportiert worden. Dabei lag der Lieferpreis des per Pipeline gelieferten russischen Rohrgases laut Gazprom – für die europäischen Käufer – im Durchschnitt bei 230 bis 250 Dollar je 1000 Kubikmeter, womit das russische Erdgas um mindestens 15-20 % günstiger war – als von den USA verkauftes Flüssiggas, wobei die Lieferkosten (die aus den USA nach Europa höher sind) noch gar nicht miteinbezogen sind.

Quellen: 1,2,3,4,5,

Via Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

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