Gruseliger Organklau im Kosovo: „Menschen verschwunden, als UN und Nato da waren“

Soldaten der KFOR-Mission in Kosovo (Archivbild)© AFP 2018 / Jack Guez

Schreckliche Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung des Kosovos bleiben auch Jahre später nicht aufgeklärt. Entführungen, Morde und barbarische Entnahme von Organen in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren in einem für Europa beispiellosen Ausmaß waren quasi Alltag.

Der Vorsitzende des Verbandes der Familien von Entführten und Vermissten im Kosovo, Milodar Trifunovic, spricht darüber in einem Interview für RIA Novosti und Sputnik.

Wie hoch ist die Zahl der Vermissten, über die Ihr Verband verfügt?

Unser Verband, der noch 1999 gegründet wurde, hat Informationen über 941 Vermisste gesammelt. Dabei geht es nicht nur um Serben, sondern auch um Roma und 21 Albaner. Das sind Menschen im Alter zwischen 16 und 82 Jahren, vor allem Männer von 25 bis 45 Jahre. Das waren Menschen in der Blüte ihrer Jahre. Wir kennen ihre Namen, Geburtstage sowie die Orte und Zeitpunkte, wo bzw. wann sie verschwunden sind. Diese Angaben wurden überprüft und dem regionalen Komitee des Roten Kreuzes überlassen.

Wann verschwanden diese Menschen?

Etwa 20 Prozent von ihnen werden seit 1998 vermisst. Und schon nach der……

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