Russland gewinnt an allen Fronten

Russland scheint den andauernden Zermürbungskrieg der Amerikaner zu gewinnen. Auf wirtschaftlicher und diplomatischer Ebene geht es weiter voran. Präsident Putin geht als strahlender Sieger hervor.

Ein Blick auf aktuelle ökonomische Daten und die geopolitische Lage zeigt, dass die aggressive US-amerikanische Außenpolitik gegenüber Moskau kaum die gewünschte Wirkung zeigt. Ganz im Gegenteil scheint es an Fortschritten nicht zu mangeln, auch wenn das Klima (gerade auch in Sachen transatlantisches Europa) weiterhin rau bleibt.

So zeigen die Daten der russischen Statistikbehörde Rosstat, dass das Land weiterhin einen anhaltend hohen Außenhandelsüberschuss verzeichnet, obwohl die Ölpreise nicht gerade so berauschend sind und das „schwarze Gold“ weiterhin als wichtigstes Exportgut des größten Landes der Welt gilt. Selbst auf den Außenwert des Rubels hatten die stark schwankenden Ölpreise kaum Auswirkungen – er blieb weitestgehend stabil.

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Zwar produzierte Russland mehr Öl und Gas, doch der Anstieg allein reicht nicht aus, um den starken Anstieg bei den Exportüberschüssen zu erklären. Vielmehr scheint Moskau auch in anderen Wirtschaftsbereichen mehr Abnehmer von russischen Produkten gefunden zu haben. Und: Es ist vor allem China, welches zunehmend auf russische Produkte zugreift. Nach einem Handelsplus von 21 Prozent im Jahr 2017 gab es ein weiteres Wachstum von 30 Prozent im letzten Jahr. Der Handelsüberschuss mit der Volksrepublik belief sich im letzten Jahr auf 11,1 Milliarden Dollar – davon kann Präsident Trump nur träumen.

Aber auch auf diplomatischer Ebene läuft es für Russland besser. Neben den verbesserten Beziehungen mit vielen afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern geht es auch mit Japan voran. Tokio will ernsthaft ein Friedensabkommen mit Moskau schließen und eine Lösung für die Kurilen erzielen. Und: Japan will russisches Erdgas beziehen, welches billiger ist als jenes, das aus der Ferne aus den USA oder aus Katar bezogen werden muss.

Der russische Versuch, auf Beziehungen mit Vorteilen für beide Seiten zu setzen und einseitige Profite zu vermeiden, sorgt dafür, dass immer mehr Regierungen lieber mit Moskau zusammenarbeiten wollen, als mit den Amerikanern – denen es ohnehin nur um „America First“ und größtmögliche Profite für die Wall Street geht.

Wenn die Amerikaner und deren europäischen Vasallen meinen, sie könnten Russland mit ihrer Sanktions- und Isolationspolitik schaden, irren sie sich. Moskau findet weltweit genügend andere Partner – und das auch noch in Weltgegenden, die in den kommenden Jahrzehnten eine deutlich größere wirtschaftliche Rolle spielen werden, während der Westen infolge der demographischen Verwerfungen immer bedeutungsloser wird.

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