Venezuela: Wer ist dein Präsident? [DFP 17]

Venezuela am Scheideweg. Das südamerikanische Land wird von Unruhen, Sanktionen und Misswirtschaft geplagt. Doch was beobachten wir dort gerade? Ein Streben nach Demokratie von innen oder eine Regime-Change-Operation von außen? Der im letzten Jahr mit 68 Prozent wiedergewählte Präsident Nicolás Maduro muss sich dem selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó stellen, der bereits von den USA und der EU anerkannt worden ist. Die Opposition, die nicht zum Dialog mit der Regierung bereit ist, bezieht sich bei ihrem Putsch auf Artikel 233 der Verfassung. Dieser sieht tatsächlich Neuwahlen innerhalb von 30 Tagen vor, wenn einer von vier dort beschriebenen Gründen vorliegt. Orlando Maniglia Ferreira, Botschafter Venezuelas in Deutschland, erklärt im Gespräch, warum er keinen dieser Gründe vorliegen sieht und eine militärische Einmischung der USA für durchaus realistisch hält. Außerdem blicken wir auf die jüngere Geschichte zurück und analysieren weitere US-stimulierte „Regime Changes“ von Lateinamerika bis Libyen. Was sind die Merkmale des US-amerikanischen Demokratie-Exportes? Was geht diesem voran und welche Konsequenzen zieht dieser nach sich? Wiederkehrende Muster lassen sich durchaus erkennen. Für Interessierte haben wir hier noch ein paar Links zusammengestellt.

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