Venezuela: Trump denkt über „militärische Option“ nach

Offenbar scheint US-Präsident Donald Trump eine „militärische Option“ für Venezuela voranzutreiben, nachdem sich der Parlamentspräsident zum Interimspräsidenten des Landes ausrief. Eine Invasion über Kolumbien wäre denkbar.

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Steht ein US-Einmarsch in Venezuela bevor? Möglich. Zumindest dann, wenn die US-Truppen regionale Unterstützung – zum Beispiel aus Kolumbien oder Brasilien erhalten. Schon früher wollte US-Präsident Donald Trump Truppen in das südamerikanische Land entsenden und Präsident Nicolas Maduro entmachten. Nun mit der Bildung einer Parallelregierung durch Parlamentspräsident Juan Guaido wird dieser Schritt sogar immer wahrscheinlicher.

Militärische Option auf dem Tisch – das sagte Axios-Reporter Jonathan Swan, als er mit Senator Lindsey Graham über die Venezuela-Krise sprach. An einem exklusiven Sonntagabend enthüllte Axios die wichtigsten explosiven Inhalte eines kürzlichen Treffens zwischen Präsident Trump und Senator Graham, bei dem der Präsident „über die Möglichkeit des Einsatzes militärischer Gewalt in Venezuela nachgedacht hat, wo die US-Regierung derzeit mit diplomatischem und wirtschaftlichem Druck auf einen Regime Change drängt.“

Laut Axios: Graham erinnerte sich an sein Gespräch mit Trump vor ein paar Wochen und sagte: „Er [Trump] sagte: „Was denkst du über den Einsatz von militärischer Gewalt?“ Und ich sagte: „Nun, das muss langsam gehen, das könnte problematisch sein.“ Und er sagte: „Nun, ich bin überrascht, du willst überall einmarschieren.“ Graham lachte. „Und ich sagte: „Ich möchte nicht alle überfallen, ich möchte das Militär nur einsetzen, wenn unsere nationalen Sicherheitsinteressen bedroht sind.“

Senator Graham erklärte Swan in einem Telefonanruf weiter, dass „Trumps wirklich hawkish“ in Bezug auf Venezuela ist, und fügte hinzu, dass die Bereitschaft des Präsidenten, militärische Gewalt gegen das Maduro-Regime einzusetzen, die von Graham tatsächlich übertrifft.

Und wenn man nun bedenkt, dass sich angesichts der tiefen Spaltung der venezolanischen Bevölkerung ein von den Vereinigten Staaten (militärisch) unterstützter Regime Change durchaus lohnen könnte und die „Kriegspartei“ im Kongress ohnehin stark genug ist, klingt ein Militäreinsatz in dem wirtschaftlich und politisch stark zerrütteten Land durchaus als möglich.

Es ist davon auszugehen, dass auch die CIA – die schon viele Jahre in Venezuela aktiv ist in den kommenden Tagen und Wochen noch aktiver sein dürfte und alles in ihrer Macht stehende unternehmen wird, um Guaido zu unterstützen und Maduro zu stürzen. Auch die Entsendung von Spezialeinheiten nach Venezuela wäre eine Option, die durchaus im Rahmen des Wahrscheinlichen liegt. Vor allem dann, wenn ein offener Bürgerkrieg zwischen den Anhängern und Gegnern Maduros ausbricht.

Nicht zu vergessen, dass das venezolanische Militär sich auf eine ausländische Invasion vorbereitet und bereits schweres militärisches Gerät an die Grenzen (vor allem an jene zu Kolumbien, welches ein Kern-Alliierter der USA in Südamerika ist) auffährt. In Caracas scheint man sich der aktuellen Gefahr einer US-Militärintervention durchaus bewusst zu sein.

Trump Floated “Military Option” In Venezuela With Sen. Graham Contra-Magazin

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