Frankreich: „Gelbwesten“-Bewegung wächst trotz Unterdrückung durch die Polizei

Demonstranten auf der Champs-Elysees. Foto: Michel Euler/AP (Bild: dpa) Foto: Michel EulerFoto: Michel Euler/AP (Bild: dpa)

Am Samstag veranstaltete die „Gelbwesten“-Bewegung ihren ersten Aktionstag im Jahr 2019. Dabei konnte sie deutlich mehr Demonstranten mobilisieren als bei der letzten Veranstaltung im Jahr 2018, obwohl die Polizeigewalt weiter eskalierte. Sogar das Innenministerium gibt in seiner offiziellen Statistik zu, dass im ganzen Land 50.000 Menschen an der achten wöchentlichen Protestveranstaltung der „Gelbwesten“ teilnahmen. Am 29. Dezember waren es nur 32.000.

Diese Zahl widerlegt alle, die den Rückgang der Teilnehmerzahlen während der Feiertage als Beweis dafür angeführt haben, dass die Bewegung am Ende ist. Gleichzeitig ordnete Präsident Macron an, den Sprecher der „Gelbwesten“, Eric Drouet, für zwei Tage in Sicherheitsverwahrung zu nehmen. Drouet war nach Paris gekommen, um an einer privaten Gedenkveranstaltung für „Gelbwesten“-Mitglieder teilzunehmen, die bisher während der Proteste getötet wurden. Außerdem warf Macron den „Gelbwesten“ in seiner Neujahrsansprache vor, sie hätten ihn gezwungen, „Inakzeptables“ anzuhören. Diese durchsichtigen Versuche, die „Gelbwesten“ zu demoralisieren und einzuschüchtern, sind auf ganzer Linie gescheitert.

Stattdessen trotzten die „Gelbwesten“ der massiven Polizeigewalt in Paris…

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