Zeitenwechsel im Mittleren Osten? Oder droht ein großer Krieg?

Am 16. Dezember kursierten Gerüchte, ausgelöst durch eine Rede des türkischen Außenministers Mevlüt Çavuşoğlu in Doha, nach denen die USA wieder einmal darüber nachdenken würden, Syrien zu verlassen, angesichts der Drohung Ankaras, gegen die mit den USA verbündeten kurdischen Milizen in Nordsyrien vorzugehen. Gleichzeitig staunte man über die Zurückhaltung Israels, das bereits über Wochen keine wirklichen Luftangriffe gegen Syrien ausgeführt hatte, und eine Nachricht, nach der Syrien nun drohte, in Zukunft nicht mehr die rechte Wange hinzuhalten, wenn Israel auf die linke schlagen sollte. In Afghanistan wurde bekannt, dass für die Hauptstadt Kabul die letzten Wahlen für ungültig erklärt wurden, was als eindeutiges Zeichen gewertet wird, dass der 17-jährige Krieg der USA und die „Demokratisierung“ ein Potemkinsches Dorf waren. Und einer der besten Kenner der Region sieht eine grundsätzliche Veränderung der Machtverhältnisse im Mittleren Osten. Was steckt dahinter?

Der Hintergrund der Rede von Çavuşoğlu, mit denen er andeutete, dass die USA sich aus Syrien zurück ziehen wollten, waren Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der verkündet hatte, dass seine Streitkräfte angeblich Angriffe auf die kurdischen Milizen in Manbidsch planen würden. Diese Milizen, wie zum Beispiel die YPG, sieht Ankara als terroristische Bedrohung für die Türkei an, und Erdogan hatte sich wiederholt empört darüber geäußert, dass…..

Kommentare sind geschlossen.