Warum wird der Brexit unnötig kompliziert gemacht?

Peter Haisenko

Die Regierung in London stürzt von einer Krise in die nächste, wegen des Brexits. Die Verhandlungen mit Brüssel machen es nicht einfacher. Besonders der Status von Nordirland steht einer Lösung im Weg. Apokalyptische Szenarien werden durchgespielt und der Eindruck entsteht, dass eine einfache Lösung von beiden Seiten nicht gewünscht ist.

Allein die Tatsache, dass im Zuge der „Scheidung“ über 22.000 Gesetze verhandelt werden muss, belegt den Irrsinn, der dem gesamten Gebilde „EU“ innewohnt, denn diese Gesetzes- und Verordnungsflut gilt auch für die anderen EU-Staaten. So wäre der Brexit eine gute Gelegenheit, über das Grundkonstrukt der EU nachzudenken. Der Umgang mit Großbritannien zeigt aber, dass dazu keinerlei Bereitschaft besteht. So werden auch in anderen Ländern Kräfte als „Feinde der EU“ diffamiert, die diesen Verordnungswahnsinn infrage stellen, ohne jedoch die EU als solche zerlegen zu wollen. Dabei ist es genau dieses Gefühl des Fremdbestimmtseins, das die Kritik an der EU befeuert und letztlich die Briten für den Austritt stimmen ließ.

London war stets ein egoistischer Bremser in der EU

Die Insel jenseits des Kanals war noch nie ein überzeugtes Mitglied der …..

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