Die EU-Entwicklungshilfe für Afrika ist Zynismus pur

Im nächsten EU-Budget sind für die Entwicklungshilfe neunzig Milliarden Euro veranschlagt. Ein ordentlicher Batzen Geld und das sollte eigentlich Begeisterungsstürme auslösen – tut es aber nicht. Schuld daran sind die Steuerabkommen zwischen der EU und den Entwicklungsländern.
Die Linksfraktion des Europaparlaments hat dazu die London School of Economics mit einer Studie betraut. Bereits der Internationale Währungsfonds hatte vor einigen Jahren festgestellt, dass den afrikanischen Staaten, aufgrund gefinkelter Steuerdeals, 175 Milliarden Euro an Steuereinnahmen entgehen. Das entspricht in etwa der dreifachen Menge an der gesamten, westlichen Entwicklungshilfe für den afrikanischen Kontinent. Die London School of Economics hat insgesamt 172 Steuerabkommen, welche mit den Entwicklungsländern abgeschlossen wurden, untersucht.
Warum gibt es eigentlich solche Abkommen?
Ganz einfach deshalb, weil man seine Einkünfte entweder an jenem Ort besteuern kann, wo die Einnahmen lukriert werden – in diesem Fall, also in einem…..

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