Der amerikanische Albtraum

Mexiko Migranten aus Mittelamerika erreichen zu Tausenden die Grenzstadt Tijuana und hoffen, in den USA Asyl zu erhalten

Der amerikanische AlbtraumDer 17-jährige Alexander Gonzales Herrarte aus Guatemala will zu seiner Mutter, die in den USA lebt Foto: Felie Zernack

Auf der Tartanbahn, wo sonst Leichtathleten trainieren, sammelt sich eine Menschentraube. Ein Mann mit Megafon begrüßt die Ankommenden. Sie tragen Flaggen und Schilder, um einander wiederzufinden. Mehr als einen Monat sind sie schon gemeinsam auf dem Weg in die Vereinigten Staaten. Hubschrauber kreisen im Tiefflug über dem Sportstadion im Norden von Mexiko-Stadt, dass sie fast die Palmen streifen. An den Geländern der Tribüne hängt frisch gewaschene Wäsche. In großen Wasserbottichen baden die Ankommenden. Bachata-Musik schallt aus Lautsprecherboxen über das Gelände. Eine Gruppe tanzt auf der Laufbahn. Es hat den Anschein, als feierten sie hier einen ganz anderen als sportlichen Triumph – als seien sie glücklich, es gemeinsam bis hierher geschafft zu haben, bis zu diesem…..

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