Israel vertreibt 700 Palästinenser aus ihren Häusern in Jerusalem

Der israelische “High Court of Justice” hat sich dafür ausgesprochen, 700 Palästinenser aus ihren Häusern im östlichen Jerusalemer Stadtteil Silwan zu vertreiben.

Mehr als 700 Palästinenser in Ost-Jerusalem warten nun auf die Vertreibung durch rechte israelische Siedler. Mindestens zwei Familien wurden bereits aus ihren Häusern vertrieben, da  die Israelis mehrere Häuser in Silwan zerstört haben.

Am 21. November hatte der Oberste Gerichtshof entschieden, eine palästinensische Petition abzulehnen, die eine Enteignung von Häusern verhindern soll. Die Ablehnung gab grünes Licht für eine radikale israelische Siedlerorganisation “Eteret Cohanim”, die somit mit der Vertreibung von mindestens 70 Familien aus ihren Häusern rechtfertigte.

Eteret Cohanim behauptet, dass Silwan – ein palästinensisch-arabischer Bezirk – bis 1938 ein jemenitisch-jüdischer Bezirk war. Das israelische Recht erlaubt die “Rückgabe” von “jüdischem Land” an seine früheren Eigentümer. Unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches im Jahr 1899 besaß ein jüdischer Trust Eigentum in Silwan, das heute als rechtlicher Vorwand für den Diebstahl von Land und Eigentum der Palästinenser dient.

Die palästinensischen Familien von Silwan wiesen darauf hin, dass der “Jewish Trust” während der osmanischen Ära nur die Güter besaß, nicht das Land, da das Land nicht in Privatbesitz war. Die Häuser, die einst dort standen, existieren nicht mehr, so dass es keinen Rechtsanspruch mehr auf israelisches Recht gibt, argumentieren Palästinenser.

Derzeit wird keine Entschädigung für die palästinensischen Opfer der ethnischen Säuberung und Bulldozerei von Häusern gewährt.

Schau hier, es handelt sich dabei nicht um alte und zerfallene Häuser

Kommentare sind geschlossen.