Information statt Propaganda

Den Medien wird oft eine Verzerrung der Tatsachen vorgeworfen, oder sie werden sogar der Propaganda bezichtigt. Der Vorwurf: Vor allem die vermeintlichen Feinde «westlicher Werte» werden in der Berichterstattung dämonisiert und für alles Schlechte in der Welt verantwortlich gemacht. Das Sammeln von Fakten, gründliche Recherchen und die Erklärung globaler Zusammenhänge finden in den Politikredaktionen so gut wie nicht mehr statt.
Hintergrund sprach darüber mit Michael Meyen, der selbst aus dem Journalismus kommt, bei der Leipziger Volkszeitung und MDR info arbeitete und heute als Professor an der LMU München Medienforschung betreibt und lehrt.

Der Exjournalist Prof. Dr. Michael Meyen hat sich seit über 15 Jahren der Forschung
verschrieben. In seinem aktuellen Buch Breaking News – Die Welt im Ausnahmezustand
(Westend Verlag) fasst er einen Teil seiner Erkenntnisse zusammen.

Deckt es sich mit Ihren Analysen, dass Medien Sachverhalte oft verkürzt darstellen und wesentliche Fakten häufig unter den Tisch gekehrt werden? Das ist einer der Hauptvorwürfe, der aus der Öffentlichkeit kommt.

Das geht gar nicht anders, Nachrichten bedeuten immer Selektion. Man kann Realität – was immer das ist – nicht eins zu eins abbilden. Als Journalist muss man immer eine Auswahl treffen. Das beginnt schon bei den Themen. Wenn zum Beispiel an einem Tag der G7-Gipfel in Singapur Schwerpunkt der Berichterstattung ist, dann geht das…..

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