In der Kläranlage der sozialen Medien

Man nennt sie Content Moderators, aber eigentlich filtern sie den Müll im Netz: Der Dokumentarfilm «The Cleaners» beleuchtet eindrücklich das Prekariat in den Löschfabriken von Facebook und Konsorten. Die Arbeit in den Löschfabriken Manilas ist ähnlich ausbeuterisch wie in den Sweatshops. Stills: Gebrüder Beetz Filmproduktion

«Delete.» «Ignore.» «Delete.» «Delete.» Und so weiter im Akkord, 25 000 Mal pro Tag. Dies ist das Soll, das sie zu erfüllen haben.

Löschen oder überspringen, so lautet ihr binäres Mantra am Arbeitsplatz, ihre Entscheidungen treffen sie mit Klicks im Sekundentakt. Sie, das sind die schlecht bezahlten Reinigungskräfte, die das World Wide Web rund um die Uhr von den Unmengen an Unrat säubern sollen, die pausenlos hochgeladen werden. Die Löschfabriken, in denen sie arbeiten, sind auf der ganzen Welt verstreut, oft aber in Schwellenländern wie den Philippinen, wo grosse Techkonzerne wie Google oder Facebook diese verdeckte Arbeit mit Vorliebe an externe Firmen auslagern.

Es sind sprichwörtliche Bullshit-Jobs hinter den Kulissen der sozialen…..

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