Die Abenddämmerung des Krieges von Thierry Meyssan

Wenn man den Krieg in Syrien nicht als ein Ereignis an sich betrachtet, sondern als Höhepunkt eines globalen Konflikts eines Viertel-Jahrhunderts, muss man sich bezüglich der Folgen der bevorstehenden Beendigung der Feindseligkeiten Fragen stellen. Seine Beendigung zeugt von der Niederlage einer Ideologie, diejenige der Globalisierung und des Finanzkapitalismus. Die Völker, die das nicht verstanden haben, vor allem in Westeuropa, stellen sich selbst abseits vom Rest der Welt.

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Die Weltkriege enden nicht einfach mit einem Sieger und einem Besiegten. Ihr Ende zeichnet die Konturen einer neuen Welt.

Der erste Weltkrieg endete mit der Niederlage der deutschen, russischen, österreichisch-ungarischen und osmanischen Reiche. Die Einstellung der Feindseligkeiten war geprägt durch die Entwicklung einer internationalen Organisation, des Völkerbundes (fr. SDN), der mit der Abschaffung der Geheimdiplomatie und der Beilegung von Konflikten zwischen den Mitgliedstaaten durch ein Schiedsgericht betraut war.

Der zweite Weltkrieg endete mit dem Sieg der Sowjetunion über das Nazi-Reich und das japanische Kaiserreich des Hakkō ichi’u [1], gefolgt von einer Verfolgungsjagd zwischen den Alliierten, um die Überreste der besiegten Koalition zu besetzen. Dieser Weltkrieg gebar eine neue Struktur, die Organisation der Vereinten….

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