Irak: Nun kocht es im Süden

Vor dem Hauptsitz der Regionalregierung von Basra demonstrieren junge Iraker gegen Arbeitslosigkeit, steigende Lebenskosten und den Mangel an Versorgung mit Wasser und Strom. (Keystone/EPA, Haider al-Assadee)
Keystone/EPA, Haider al-Assadee)
Verrottende Städte, Strommangel bei über 50 Grad Hitze, Arbeitslosigkeit, politischer Stillstand und die alles lähmende Korruption: Die Jungen haben genug!

Seit über drei Wochen dauert eine Protestwelle im irakischen Süden an. Sie begann in Basra, der grössten Stadt der südlichen Provinzen, und dehnte sich rasch über den ganzen Südirak aus, bis sie auch Bagdad erreichte. Getragen wird die Protestbewegung von jungen Männern. Die meisten von ihnen sind arbeitslos. Sie ziehen auf die Strassen und demonstrieren vor den Gebäuden der Provinzverwaltungen. Auch an den Strassen, die zu Ölfeldern oder anderen Einrichtungen der Erdölindustrie führen, ballen sie sich zusammen und suchen diese zu sperren. Vor den Toren solcher Komplexe finden sich Massen ein, fast immer ohne in die Anlagen selbst einzudringen.

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