Der Putin-Trump Helsinki-Gipfel: Die Aktion liegt in der Reaktion

The Vineyard of the Saker

Nachdem nun etwas mehr als eine Woche seit dem lange erwarteten Putin-Trump Helsinki Gipfel vergangen ist, hatte ich die Zeit, viele der Reaktionen und Kommentare zu lesen. Ich komme zu der paradoxen Schlussfolgerung, dass dieser Gipfel sowohl ein Nicht-Ereignis als auch ein wahrhaft historischer Wendepunkt war. Betrachten wir das Ereignis selbst und seine Folgen.

Der Gipfel an sich: Ein dringend benötigtes Nicht-Ereignis

Als Erstes muss man die Tatsache begrüßen, dass Putin und Trump miteinander gesprochen haben. Nicht so sehr, weil diese Tatsache an sich so großartig ist, sondern weil es eine immens gefährliche Situation ist, wenn die Führer der beiden militärischen (und nuklearen) Supermächte nicht miteinander reden. In den letzten Jahren wurden fast alle Kontakte zwischen russischen und amerikanischen Vertretern einseitig getrennt, natürlich alle von US-Seite. Die einzige Ausnahme von diesem quasi totalen Schweigen waren die laufenden Kontakte zwischen russischen und amerikanischen Militär- und Sicherheitsbeamten, was eine sehr gute Sache ist. Das reicht jedoch nicht aus, da weder Militär- noch Sicherheits/Geheimdienstmitarbeiter tatsächlich Politik machen sollten. Und wenn sie die einzigen sind, die miteinander reden, können zwei Dinge passieren: entweder a) sind diese Mitarbeiter stark in ihrer Entscheidungsbefugnis eingeschränkt, oder b) diese Mitarbeiter sind gezwungen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und beginnen damit, trotz ihrer fehlenden Befugnis Politik zu machen. Ein solcher Zustand ist an sich schon gefährlich (ganz zu schweigen davon, dass es…..

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