Kurt Gritsch: „Journalisten schaffen durch ihre Sprache Freund- und Feindbilder“

Kurt Gritsch

Was ist Friedensjournalismus? Unter anderem darum geht es im NachDenkSeiten-Interview mit Kurt Gritsch. Der Schweizer Historiker und Friedensforscher, der sich intensiv mit der Berichterstattung großer Medien zum Kosovo-Krieg auseinandergesetzt hat, betont, dass ein Journalismus, der sich dem Frieden verpflichtet fühlt, nicht die Sprache des Militärs übernehmen dürfe. Ein Friedensjournalismus bezeichne Bombenangriffe als Bombenangriffe und nicht als „Luftoperationen“. Das Interview führte Marcus Klöckner.

Herr Gritsch, durch Ihre Studie zum Kosovo-Krieg haben Sie sich auch mit Propaganda in der Berichterstattung auseinandergesetzt. Welchen Eindruck haben Sie, wenn Sie sich heute die Medien anschauen?

Noch immer ist festzustellen, dass eines der großen Probleme in der Sprache liegt, die Journalisten verwenden.

Was heißt das?

Journalisten schaffen durch ihre Sprache Freund- und Feindbilder. Wenn vor unserer aller Augen ein Krieg geführt wird, aber – aus welchen Gründen auch….

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