US-Militärs: „Wir werden aus Syrien abziehen, wenn es der Iran tut“

Bildergebnis für US Message To Assad: "We Will Pull Out Of Syria If Iran Withdraws"Image via Elijah Magnier 

Paukenschlag vor dem Treffen zwischen Trump und Putin in Helsinki: US-Militärs bieten über russische Vermittlung an, sich aus Syrien zurückzuziehen, wenn die iranischen Truppen ebenfalls abziehen. In Teheran denkt man derzeit allerdings nicht daran.

zerohedge.com  Marco Maier

Heute treffen sich US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in der finnischen Hauptstadt Helsinki, um über die Probleme auf der Welt – unter anderem auch die Themen Iran und Syrien – zu besprechen. Doch im Vorfeld kam es zu einem Paukenschlag, den man so nicht erwartet hätte – auch wenn Trump bereits mehrfach den Abzug der US-Truppen aus Syrien einforderte.

Es geht den US-Militärs offiziell vor allem um den Schutz Israels, welches sich von den iranischen (bzw. iranisch-unterstützten) militärischen Verbänden in Syrien bedroht sieht, da diese immer wieder Angriffe auf israelisches bzw. von Israel beanspruchtes (Golanhöhen) Territorium ausführen. Denn US-Militärkommandeure ließen Syriens Präsidenten Bashar al-Assad unter russischer Mediation ausrichten, dass sie sich aus al-Tanf im Südwesten und aus dem Norden des Landes zurückziehen würden, wenn auch die iranischen Militärs das Land verließen

Offiziell teilte Israels Premierminister Benjamin Netanyahu laut der “New York Times” bereits mit, kein Problem damit zu haben, wenn Assad die völlige Kontrolle über sein Land zurückerhält – so lange iranische Militärs von der israelischen Grenze ferngehalten werden. Und die israelische Position dazu ist – wenn man die Geschichte der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Staaten ansieht – eigentlich auch gleich jene der Vereinigten Staaten von Amerika.

Assad selbst ließ den Amerikanern ausrichten, dass der Iran nicht daran interessiert sei, in Syrien zu bleiben nachdem sämtliche Terroristen eliminiert seien und deren Präsenz nicht mehr länger benötigt werde. Allerdings ist davon auszugehen, dass der Kampf gegen diese radikalsunnitischen Milizen noch einige Zeit andauern wird. Zudem teilte Teheran mit, man sei auf Wunsch der Regierung in Damaskus im Land und werde nur auf deren Wunsch wieder abziehen.

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