Muttermilch war gestern: Wie US-Delegierte versuchten, eine WHO-Resolution zu verhindern

Muttermilch gilt für neue Erdenbürger als besonders gesundheitsfördernd. Dies sahen auch hunderte Delegierte der UN-Weltgesundheitsorganisation. Nicht so, die erzürnten US-Delegierten. Schließlich sind alternative Produkte ein Multimilliarden-Geschäft.
Stillen: 6 Gründe warum Muttermilch die beste Ernährung istBild: © stanislav_uvarov – Fotolia.com

Schon der gesunde Menschenverstand legt nahe, dass es sich bei Muttermilch um ein spezielles Elixier handelt, das Neugeborene mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und dadurch einen optimalen Start ins Leben ermöglicht. Dennoch, in den vergangenen Jahrzehnten reihte sich eine Untersuchung an die nächste, um diese mutmaßlich simple Tatsache auch wissenschaftlich zu untermauern.

Im Frühjahr ging es bei einer Zusammenkunft der UN-Weltgesundheitsversammlung nun darum, die entsprechende Erkenntnis in eine Resolution einfließen zu lassen. Demnach seien die gesundheitsfördernden Inhalte der Muttermilch nicht zu ersetzen, und die Mitgliedsstaaten sollten daher Maßnahmen ergreifen, um irreführende Kampagnen für Ersatzprodukte zu “limitieren”. Doch hunderte von Delegierten machten die Rechnung ohne die US-Gesandten.

Zum Erstaunen der versammelten internationalen Gemeinschaft wehrten sich die US-Offiziellen gegen die vermeintlich konsensfähige Resolution und versuchten, für sie zu weitreichende Passagen zu verwässern. So etwa störten sie sich daran, dass die Regierungen dazu aufgefordert wurden das “Stillen zu schützen, zu fördern und zu unterstützen.” Eine weitere Passage, die dazu aufrief, “die Förderung von Lebensmittelprodukten zu beschränken, von denen viele Experten sagen, dass sie schädliche Auswirkungen auf junge Kinder haben können”, schmeckte den US-Delegierten ebenso wenig. Mehr……

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