Das Cyber Valley in Tübingen und die Transformation zum Rüstungsstandort

Am 14. Dezember 2016 fiel im Stuttgarter Neuen Schloss der Startschuss für das sog. „Cyber Valley“, ein gemeinsames Projekt der Max-Planck-Gesellschaft, der Universitäten Stuttgart und Tübingen, des Landes und der Industrie, darunter die Unternehmen Facebook, Bosch, Daimler, Porsche, BMW und das traditionsreiche Rüstungsunternehmen ZF Friedrichshafen. Ziel ist es, die Region zwischen Stuttgart und Tübingen zu einem „Ökosystem“ für die Forschung zu Künstlicher Intelligenz zu entwickeln.1 Das Land Baden-Württemberg hat 50 Mio. Euro Unterstützung in den ersten Jahren zugesagt, eine vergleichbare Summe will die Industrie beisteuern. Gemeinsam finanzieren Land und Industrie zunächst neun Forschungsgruppen und mehrere Professuren, die Universitäten wollen ihrerseits „Brückenprofessuren“ zu den Max-Planck-Instituten einrichten, das heißt, deren Forscher*innen Lehrstühle zur Verfügung stellen.2 Politik und Wirtschaft greifen damit tief in die Ausrichtung von Forschung und Lehre ein. In einem zweiten Ausbauschritt will die Landesregierung „mit einer Sonderfinanzierung ein gemeinsames Neubauvorhaben als physisches Zentrum von Cyber Valley unterstützen.“ Zuvor wurde bereits der Neubau des Max-Planck-Institutes für Intelligente Systeme in Tübingen mit 41 Mio. vom Land unterstützt.

Ökosystem für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz

In der Pressemitteilung des Staatsministeriums zur Gründung des Cyber Valleys heißt es, dieses solle „gleichzeitig als internationales Zentrum für Grundlagenforschung und als Gründerplattform für marktfähige…..

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