Können wirksame Luftabwehrsysteme die nukleare Abschreckung überflüssig machen?

Miroslav Gyurosi; www.ausairpower.net SA-3/S-125, Aufnahme aus RusslandBild: Miroslav Gyurosi; www.ausairpower.net 

Von Peter Haisenko 

Irak und Libyen wären heute noch souveräne, funktionsfähige Staaten, wären nicht ins Chaos gebombt worden, wenn sie über eine wirksame Luftabwehr verfügt hätten. Auch in Laos würden heute nicht Millionen Blindgänger ihren täglichen Tribut fordern. Wenn die USA den Luftraum nicht beherrschen können, greifen sie kein Land an. Bräuchte Nordkorea die atomare Abschreckung, wenn sie wirkungsvoll verhindern könnten, dass fremde Kampfflugzeuge in ihren Luftraum eindringen können?

Seit es Flugzeuge gibt, werden diese als Waffe eingesetzt. Gegen Ende der 1920-er Jahre, als Flugzeuge mit großer Reichweite und Tragfähigkeit entwickelt wurden, sind sie zu einem kriegsentscheidenden Faktor geworden. So hat Churchill bereits in seinem 1928 veröffentlichten Werk „Nach dem Krieg“ seinen geplanten Vernichtungskrieg gegen deutsche Städte beschrieben: „Es eröffneten sich Luftwege, auf denen Tod und Schrecken weit hinter die eigentlichen Frontlinien getragen werden konnten, so dass auch Frauen, Kinder, Greise und Kranke, die in früheren Kriegen natürlicherweise verschont blieben, davon erfasst wurden.” Diese verwerfliche Kriegstaktik haben die USA übernommen und perfektioniert unter anderem in Nordkorea, Vietnam, Irak und Libyen. Auch das Dritte Reich hat sich in dieser Hinsicht nicht zurückgehalten. So hat die “Legion Condor” auf Seiten Frankos in Guernica ein wahres Massaker…..

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