Spital-TricksDoppelt abkassiert

Spitäler und Ärzte stellen privat und halbprivat Versicherten völlig überhöhte Rechnungen. Für Operationen fordern sie bis zu 4000 Franken pro Stunde.

Antonia Graber* liess sich im Basler Claraspital die Schilddrüse entfernen. Hinterher wollte sie wissen, was der Eingriff gekostet hat. Die Rechnungskopien erhielt sie erst auf Nachfrage. Bei der Durchsicht kam sie aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Wenn sie nur allgemein versichert gewesen wäre, hätte der Eingriff 9760 Franken gekostet. Graber aber hat eine Spitalzusatzversicherung. Deshalb verrechnete das Claraspital zusätzliche 7000 Franken. «Das Spital stellte Dinge in Rechnung, die bereits von der Grundversicherung bezahlt werden, etwa ärztliche Leistungen oder medizinisches Verbrauchsmaterial.» Die Operation dauerte weniger als vier Stunden. Die Honorarforderung der Chirurgin: 4650 Franken. Macht einen Stundenlohn von 1160 Franken.

Antonia Graber konnte nicht glauben, dass diese Art der Verrechnung zulässig ist. «Man kann die gleiche Leistung doch nicht zweimal verrechnen!» Sie fragte bei ihrer Krankenkasse nach, wandte sich an die Patientenstelle und dann ans Gesundheitsdepartement. «Es hat aber niemanden gross interessiert. Alle haben…..

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