Syrien: Schritt für Schritt kommt Asad voran

In der südlichen Provinz Daraa, angrenzend an Jordanien, steht die syrische Armee Asads seit dem 19. Juni in der Offensive.

Sie hat bisher etwa die Hälfte der zuvor von verschiedenen Widerstandsgruppen gehaltenen Gebiete und Ortschaften der Provinz zurückerobert. Sie erhält dabei die Unterstützung der russischen Luftwaffe, die gemeinsam mit der syrischen die Widerstand leistenden Ortschaften bombardiert. Etwa 160’000 Zivilisten aus der Region sahen sich gezwungen, wegen der Bombardierungen ihre Wohnstätten zu verlassen. Sie fliehen in Richtung der jordanischen Grenze. Doch die jordanischen Behörden haben die Grenze geschlossen. Sie erklären, 1,6 Millionen Syrer befänden sich in ihrem Land, mehr könnten sie nicht mehr aufnehmen.

Die Amerikaner, welche in früheren Jahren den Widerstand gegen Asad im syrischen Süden von Amman aus unterstützten, haben erklärt, Russland handle entgegen dem De-Eskalationsvertrag, den Russland, Jordanien und die USA vor gut einem Jahr für den syrischen Süden abgeschlossen hatten. Sie drohten mit energischen Gegenmassnahmen. Doch das einzige, was sie bisher taten, war, eine Warnung an die noch kämpfenden Widerstandsgruppen zu senden, des Inhalts, der Widerstand könne nicht mehr mit der Hilfe der Amerikaner rechnen.

Syriens bewährte Aushungerungstaktik

Die Asad-Armee wendet auch hier die Taktik an, die sie……

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