Operation „Roundup“: Der IS steht vor der Niederlage, aber niemand redet darüber

Am 1. Mai 2018 begann von der europäischen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt die Operation „Roundup“ der US-geführten internationalen Koalition gegen den sog. Islamischen Staat (IS) in Syrien. „Roundup“ bedeutet soviel wie „zusammentreiben“ und „ausheben“, wird jedoch auch als „Razzia“ übersetzt. Das erklärte Ziel der Mission besteht darin, die „Überreste des Islamischen Staates im Nordosten Syriens zu vernichten“.1 Bereits Ende 2017 war aus dem US-Verteidigungsministerium mitgeteilt worden, dass der IS 98% des Territoriums verloren hätte, das er ursprünglich kontrollierte. Auf dem Höhepunkt seiner Macht lebten sieben bis zehn Millionen Menschen in den Gebieten des Kalifats, das Ölfelder und Raffinerien, ganze Produktions- und Logistikketten kontrollierte und damit, sowie durch Plünderungen, in den Jahren 2014 und 2015 jeweils fast zwei Mrd. US$ Einnahmen erwirtschaften konnte. Während der IS vor Beginn der internationalen Intervention gegen das Kalifat täglich in den Medien war, wird seiner Bekämpfung spätestens seit der Rückeroberung Mossuls und der Vernichtung des IS im Irak recht wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Bemerkenswert selten wird die Frage gestellt, wann der IS wohl restlos besiegt sein wird und wie die USA…..

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