Libyen: Erdölkrieg

Der Kampf um das libysche Erdöl eskaliert dramatisch. Der Nationalen Erdölgesellschaft droht die Spaltung.

Libyen ist ein Land mit drei rivalisierenden Regierungen. Jede von ihnen wird von unstabilen, bewaffneten Milizen gestützt – und ausgebeutet. Es gab bisher nur noch zwei Institutionen, die in den Machtbereichen aller drei Regierungen tätig waren: Die NOC, die Nationale Erdölgesellschaft, und die Libysche Nationalbank. Beide Institutionen sind eng miteinander verbunden, weil die aus dem Ausland kommenden Einnahmen für das exportierte Erdöl an die Nationalbank bezahlt werden.

Beide Institutionen haben – oder hatten bisher – ihren Sitz in Tripolis. Die Nationalbank sorgte dafür, dass das ganze Land von den Erdöleinnahmen profitierte, also nicht nur die beiden in Tripolis sesshaften sich rivalisierenden Regierungen. Verwendet wird dieses Geld unter anderem für staatlich budgetierte Ausgaben sowie für die Entlöhnung der Staatsangestellten.

„Petroleumwächter“

Seit dem Sturz Ghadhafis im August 2011 ist die Erdölförderung stark schwankend. Sie erreichte nie mehr – wie unter Ghadhafi – die 1,6 Millionen Barrel pro Tag. Die Förderung schwankte zwischen fast null bis über eine Millionen Barrel pro Tag. Diesen Wert erreichte sie in den ersten Monaten dieses Jahres.

Karte: Journal21.ch/stepmap.de

Karte: Journal21.ch/stepmap.de

Nach dem Sturz Ghadhafis bis 2016 waren die wichtigen Erdölhäfen in…..

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